[Literatur] Jay Crownover: The Point – Entfesselte Sehnsucht (The Point #1)

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Bax kommt aus dem miesesten Stadtteil, den man sich vorstellen kann: The Point. Nach vier Jahren im Gefängnis ist er nun endlich wieder auf freiem Fuß und hat vor, herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Koste es, was es wolle.

Wie er schon sehr bald erfährt, ist sein bester Freund Race abgehauen, doch eine Spur führt ihn zu dessen Schwester Dovie, von der er bisher gar nichts wusste. Bax beschließt, Dovie im Auge zu behalten und auf sie aufzupassen. Zum einen, um sie zu beschützen, denn sie ist die Schwester seines besten Freundes und in The Point lauern gefährlichere Kerle in der Dunkelheit als sonst wo. Zum anderen, weil er so nah genug an Race dran ist, um sich zu rächen, sollte dieser an seiner Verhaftung schuld sein.

Kritik

Über diesen ersten Band der The Point-Reihe hatte ich vorher relativ schlechte Bewertungen gelesen und auch gehört. Das wunderte mich deshlab, weil ich die beiden Romane der Autorin aus einer anderen Serie – „In seinen Augen“ und „In seiner Stimme“ – wirklich gut fand. Doch schon, wenn man den Klapptext las, war klar: The Point wird anders sein. Rauer, gefährlicher, schonungsloser. Schon in dem kurzen Text bevor das Buch losgeht versucht die Autorin, den Leser darauf vorzubereiten, dass hier etwas anderes kommt, als man gewöhnt ist. Sie wollte unbedingt über einen echten Bad Boy schreiben. Keinen, der so weichgespült ist wie es häufig in Romanen der Fall ist, sondern einen authentischen.

Zu Beginn hatte ich meine Probleme mit dem Buch. Ständig denkt Bax über sich selbst, wie gefährlich er doch ist. Auch Dovie umtreibt dieser Gedanke permanent und bei mir entstand der Eindruck, dass Crownover versucht, einen Bad Boy dadurch zu erschaffen, dass er einfach ständig meint, er wäre einer.
Es hat bei mir sehr genau bis zur Hälfte des Buches gedauert, und dann wurde es wirklich spannend und vor allem stimmig. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin erst an diesem Punkt wirklich mit ihren Figuren im Reinen war und ab diesem Zeitpunkt wusste, wohin die Reise geht.
Also ja, es ist ihr tatsächlich gelungen, über einen echten Bad Boy zu schreiben. Und mir hat sich dann auch sehr gut erschlossen, wieso sich die Beziehung zwischen ihm und Dovie in diese Richtung entwickelt. mehr werde ich dazu natürlich nicht verraten.

Wer gerne mal ein wenig härtere Kost mag und unnahbare Antihelden zu schätzen weiß, der ist hier wohl genau an der richtigen Stelle. Ich würde raten, probiert einfach mal aus, ob diese Geschichte etwas für euch ist.

9/10 Punkte

Erschienen im Mira-Verlag, 320 Seiten
Originaltitel: Better when he’s bad
Taschenbuch 9,99 Euro
E-Book 9,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.harpercollins.de/mira-taschenbuch/

The Point
1) Entfesselte Sehnsucht
2) Wilde Hingabe
3) Unbändige Begierde (erscheint im November 2016)

[Literatur] Cora Carmack: Forever in Love – Keine ist wie du (Rusk University #2)

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Dylan und Silas lernen sich an dem wohl ungewöhnlichsten Ort kennen: Im Gefängnis. Obwohl sie nach einigen Stunden wieder raus sind, werden sie einander danach trotzdem nicht mehr los.
Silas, der ehrgeizige und ein wenig arrogante College-Footballer droht, aus seinem Team zu fliegen. Dylan wiederum, die übermäßig höfliche und bemüht korrekte Bilderbuchtochter, sind – wie sich herausstellt – aufeinander angewiesen. Aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit schließen sie einen Deal, der ihr Leben verbessern soll…

Kritik

Silas kennt man schon aus dem ersten Buch der Serie, wo er ein ziemlicher Kotzbrocken war. Man konnte auch da schon erahnen, dass eigentlich mehr dahinter steckt, deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt.

Die beiden Hautfiguren lernen sich im Gefängnis kennen – ein spannender Beginn für eine Beziehung. Silas ist ein Hitzkopf, den das ordentlich in Schwierigkeiten  bringt, weil er Gefahr läuft, das einzige zu verlieren, an dem ihm wirklich etwas liegt: Football. Dylan scheint auf der Suche nach sich selbst zu sein und die beiden schließen einen interessanten Pakt: Sie versucht, Silas zu helfen, sein Temperamt wieder in den Griff zu bekommen, wenn er ihr hilft, mehr sie selbst zu sein und nicht nur eine Ja-Sagerin.

Dylan und Silas verbindet eine schwierige Familiengeschichte. Nachdem Dylan als Kind etliche Zeit im Heim gelebt hat, wurde sie mit 9 Jahren adoptiert und versucht seitdem, dem Anspruch ihrer Eltern und ihres Umfeldes gerecht zu werden, um die beweisen, dass sie ihr neues Leben auch verdient. Silas dagegen hat eine sehr unsympathische Mutter, die sich nicht wirklich für ihn interessiert. Er kommt aus ärmlichen Verhältnissen und will etwas Besseres aus seinem Leben machen, jedoch verschweigt er seine Herkunft lieber, ebenso wie Dylan. Dass die beiden, die so gegensätzlich sind, sich am Ende zueinander hingezogen fühlen, verwundert nicht. Mir hat dabei vor allem Silas‘ bedingungslose Zuneigung berührt. Als Dylan diese aufgrund ihrer eigenen Bedenken nicht annehmen kann, ist er verletzt und schlägt (im übertragenen Sinne) wieder um sich.

Insgesamt ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, wie es auch der erste Band der Serie schon war.

10/10 Punkte

Erschienen im Lyx-Verlag, Dezember 2015
Originaltitel: All broke down
384 Seiten
Taschenbuch 9,99 Euro
E-Book 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.luebbe.de/lyx

Rusk University
1) Das Beste bist du
2) Keine ist wie du
3) Meine Nummer eins
4) Dir so nahe (erscheint im Februar 2017)

[Literatur] Cora Carmack: Forever in Love – Meine Nummer eins (Rusk University #3)

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Nell war immer fleißig und strebsam, ihre gesamte Collegezeit hindurch. Nun, kurz vor dem Abschluss, hat sie das Gefühl, die typischen Collegeerfahrungen verpasst zu haben. Deshalb erstellt sie eine Liste mit Dingen, die sie vor ihrem Abschluss noch erleben will. Blöderweise bekommt der Footballspieler Mateo Torres einen Teil der Liste zu sehen und setzt sich in den Kopf, Nell bei der Umsetzung zu helfen…

Kritik

Ich habe bereits die anderen beiden Bücher der Reihe sehr gerne gelesen und Mateo hat mich sowieso sehr interessiert. Er kam immer so rüber, als würde er wenig ernst nehmen und sei ein Spaßvogel. Gerade bei solchen Charakteren erwartet man, dass dahinter mehr stecken muss. Ich gestehe, die Kombination aus College und Football (bzw. Sportarten generell) finde ich großartig.

„Meine Nummer eins“ ist eine sehr schön zu lesende, kurzweilige Geschichte. Nell ist eine ziemliche Streberin, für die ihr Abschluss immer an erster Stelle stand, und die deshalb auf alle wilden Dinge, die man auf dem College so erlebt, verzichtet hat. Die Idee mit der Liste fand ich sehr interessant und sie stellte das perfekte Bindeglied zwischen ihr und Mateo dar. Es ist aüßerst unterhaltsam, Nell dabei zu begleiten, die einzelnen Erfahrungen abzuhaken.
Mateo besser kennenzulernen hat wiederum viel Spaß gemacht und tatsächlich ist er ein ganz anderer Typ, als er nach außen hin gerne vorgibt. Natürlich trotzdem fröhlich und manchmal leichtfertig, aber er ist auch sehr loyal und interessiert sich für andere.

Anders als viele andere New Adult-Geschichten beschäftigt sich diese nicht mit einem schwerwiegenden Thema und ist deshalb einfach eine schöne Wohlfühllektüre. Generell lesen sich die Bücher von Cora Carmack einfach gut weg. Sehr zu empfehlen für einen verregneten Nachmittag oder einen kuscheligen Leseabend im Bett.

9/10 Punkte

Erschienen im Lyx-Verlag, Juni 2016
Originaltitel: All played out
318 Seiten
Taschenbuch: 9,99 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.luebbe.de/lyx

Rusk University
1) Das Beste bist du
2) Keine ist wie du
3) Meine Nummer eins
4) Dir so nahe (erscheint im Februar 2017)

[Literatur] J. Lynn: Forever with you (Wait for you #6)

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Stephanie tritt ihre erste Stelle nach dem Abschluss an. Dabei führt es sie in die Nähe von Philadelphia, zum ersten Mal weit weg von zu Hause. Gleich am ersten Abend lernt sie in der Kneipe Monas Nick kennen, der dort als Barkeeper arbeitet. Nick hat genau wie sie nicht viel für Beziehungen übrig und bevorzugt es zwanglos. So kommt es zu einem One Night Stand der beiden. Gerade als sie ihre festgefahrenen Vorstellungen in Frage stellen und sich an einer Freundschaft versuchen wollen, finden sie etwas heraus, dass ihr Leben von Grund auf ändern wird…

Kritik
Stephanie und Nick kennt man bereits aus den anderen Bänden der Serie. Nick arbeitet in der Kneipe Monas und war bisher eher der grüblerische, aber loyale Zeitgenosse. Viel hat man über ihn persönlich nicht erfahren.
Steph kannte man vor allem aus den ersten beiden Bänden, die an der Uni gespielt hatten. Dort hatte sie den Ruf, häufig wechselnde Partner zu haben und man wurde nicht wirklich schlau aus ihr, weil sie nur am Rand vorkam.

In diesem Buch war sie mir aber von Anfang an sympathisch. Etwas undurchsichtig ist, worauf sich die Anziehung der Beiden zueinander eigentlich gründet, doch es scheint auch für sie nicht greifbar zu sein.
Im Laufe der Handlung ergibt sich eine Wendung, die man aufgrund des Klappentextes nicht erwartet und mit der ich ein wenig Probleme hatte, auch wenn ich hier nicht vorweg nehmen möchte, um was genau es sich handelt. Der Plot ist ab diesem Zeitpunkt eher stereotyp und wenn man diese Art von Geschichte bereits gelesen hat, weiß man auch, wie sie sich entwickeln wird. Gespickt mit vielen Unsicherheiten und wenig klärenden Gesprächen, störte mich das etwas.

Deshalb war dies leider der bisher schwächste Band der Serie für mich. Natürlich lässt sich die Geschichte trotzdem flüssig lesen und ist auch unterhaltsam, aber mir hat hier doch ein wenig Tiefgang gefehlt, wie ihn die anderen Bände doch eher hatten.
8/10 Punkte

Erschienen im Piper-Verlag, Februar 2016
Originaltitel: Forever with You
432 Seiten
Taschenbuch: 9,99 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.piper.de/

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1) Wait for You
2) Be with Me
3) Trust in Me
4) Stay with Me
5) Fall with Me
6) Forever with You
7) Fire in You (erscheint im August 2016)

[Literatur] Jamie McGuire: Beautiful Redemption (Maddox Brothers #2)

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Liis Lindy tritt eine neue Stelle beim FBI an und möchte vor ihrem ersten Arbeitstag einen Drink in der Bar gegenüber ihres Wohnhauses genießen. Dort lernt sie einen sehr interessanten und attraktiven Mann kennen und landet mit ihm im Bett. Dumm nur, dass er sich am nächsten Tag als ihr Vorgesetzter entpuppt, der nicht mal besonders freundlich ist…

Kritik
Hier kam nun also endlich das Buch um Thomas Maddox, den ältesten Maddox-Bruder. Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, wusste schon, dass er für das FBI arbeitet und definitiv erwachsener und ernsthafter ist als seine Brüder.

Liis ist eine wirklich sympathische Hauptfigur mit einem extrem interessanten Job, da sie brisante Texte aus fremden Sprachen dechiffriert. Thomas ist ihr Vorgesetzter und als solcher ein echtes Ekel, was anfangs zu unterhaltsamen Unterhaltungen führen. Natürlich kann selbst der knallharte Thomas nicht lange verbergen, dass die Neue es ihm angetan hat und so kommen sich die beiden näher.

Es gibt hier ein Wiedersehen mit den anderen Maddox-Brüdern und auch die geheime Beziehung, die Thomas in Trentons Buch hatte, kommt nochmal zur Sprache und wird hier endgültig abgeschlossen. Insgesamt hat mir das Buch wieder wirklich gut gefallen, auch wenn diesmal ein bisschen die Hitzigkeit, welche die anderen beiden Maddox-Brüder in ihren Beziehungen an den Tag gelegt haben, gefehlt hat. Doch auch Thomas hat das gewisse Etwas, das kann man nicht abstreiten. Wem die anderen Bücher der Serie gefallen, der wird auch hier Freude beim Lesen haben.
9/10 Punkte

Erschienen im Piper-Verlag, Januar 2016
Originaltitel: Beautiful Redemption
432 Seiten
Taschenbuch: 9,99 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.piper.de/

Die Maddox Brothers:
1) Beautiful Oblivion
2) Beautiful Redemption
3) Beautiful Sacrifice
4) Beautiful Burn (erscheint im März 2017)

[Beauty] Nageldesign Rebel Stripes

Nachdem ich lange keine Lust (und Zeit) für Nageldesigns hatte und einfach nur ohne viel Schnickschnack lackiert habe, entdeckte ich gestern im DM folgendes Tool:

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Wie man sieht, habe ich es nach der Benutzung fotografiert. Jedenfalls beinhaltet das Päckchen drei kleine Schwämme für Gradients oder um Glitzer aufzutragen, was für uns aber heute nebensächlich ist. Viel interessanter ist der Stift, der dabei ist. Die Spitze sieht aus wie eine dicke Pinselborse und ist flexibel. Sie kann dazu genutzt werden, Punkte (was aber meines Erachtens besser mit dem Dottingtool funtioniert) und Striche auf die Nägel zu ziehen.

Als Grundfarbe suchte ich mir Sittin Pretty von Essie aus, ein richtig schöner Fliederton aus der Neon LE 2014 (allerdings ist der Ton meines Erachtens kein Neon-Ton):

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Natürlich war mir klar, dass ich die Streifen beim ersten Versuch nicht so akkurat hin bekommen werde. Deshalb habe ich mich von vornherein dazu entschieden, ein wildes Design zu versuchen. Und ich finde, es hat ganz gut geklappt:

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Hierfür eignet sich dieses Tool wirklich gut. Da die Borste nicht gleichmäßig dick ist, sondern nach oben hin dünner wird, dürfte es relativ schwierig sein, tatsächlich akkurate Linien damit auf den Nagel zu ziehen. Aber zum Malen eignet sie sich wirklich gut.
Für die Streifen habe ich den klassischen weißen Lack von Essence und Bell Bottom Blues von Essie verwendet.

Ich hoffe, euch gefällt das Design ein wenig!

[Literatur] Caragh O’Brien: Das Land der verlorenen Träume (Birthmarked #2)

Das Land der verlorenen Traeume von Caragh M OBrienInhalt
Nach ihrer Flucht aus der Enklave, begibt sich die junge Hebamme Gaia Stone ins Ödland. Sie ist auf der Suche nach dem Toten Wald – dem Ort, an den ihre Großmutter angeblich vor vielen Jahren verschwunden ist.
Als Gaia den Ort Sylum findet, ist sie zunächst sehr erstaunt, wie anders das Leben hier ist. Jeder hat genug zu essen und die Gemeinschaft hält zusammen. Doch am erstaunlichsten: In Sylum herrschen die Frauen, allen voran die Matrarch, der jeder zu gehorchen hat. Hier herrschen andere Regeln und es fällt Gaia nicht leicht, sich an diese zu halten.
Doch in Sylum hat man auch Probleme: Seit Jahren werden immer weniger Mädchen geboren, so dass es viel zu viele Männer gibt und die Stadt auszurotten droht. Auch aus diesem Grund erfährt Gaia hier eine ganz andere Aufmerksamkeit, als sie es von früher kannte: Sie ist sehr begehrt unter den Männern der Stadt. Brenzlig wird die Situation, als Leon auftaucht, der ihr aus der Enklave gefolgt ist, um sie zu suchen…

Kritik
Zunächst war ich vom Klapptext dieses zweiten Bandes nicht besonders angetan. Ich bin kein Freund davon, dass die Hauptfigur in ein komplett neues Umfeld verpflanzt wird, denn man möchte als Leser ja wissen, wie es auch mit den anderen Figuren weitergeht, die man kennengelernt hat. Doch erneut hat es Caragh O’Brien geschafft, mich durch ihren Einfallsreichtum und ihren Schreibstil einzufangen.

Gaia kommt in eine völlig neue Welt, mit anderen Werten und Gesetzen. Doch sie bleibt sich treu und versucht auch hier – wie bereits im ersten Band in der Enklave – gegen Zustände vorzugehen, die ihr ungerecht erscheinen. Viele Rezensionen, die ich bereits zu diesem Buch gelesen habe, erweckten den Eindruck, Sylum sei ein unmenschlicher Ort. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen, denn wenn man sich auf die Gegebenheiten einlässt, kann man die Menschen gut verstehen. Natürlich wird auch hier der Leser erneut mit seinen eigenen moralischen Vorstellungen ins Gericht gehen müssen, denn wieder schafft es die Autorin, dass man die Beweggründe beider Seiten verstehen kann.

Das Buch ist ein Pageturner. Einen Punkt Abzug in der Bewertung gibt es einfach, weil mich brennend interessiert, was in der Enklave passiert und man dazu nur noch sehr wenige Informationen erhält. Doch auch hier sei wieder gesagt: Man wartet nach dem Ende des Buches mit brennender Ungeduld auf den dritten und letzten Band der Trilogie. Es bleibt spannend!
9/10 Punkte

Erschienen im Heyne Verlag, Februar 2012
Originaltitel: Prized
464 Seiten
Taschenbuch: 8,99 Euro
E-Book: 7,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: Heyne Verlag

[TV-Tipp] Crime: Bones und Castle – ein Vergleich

Ich habe schon einige Jahre Bones geschaut, bevor ich mit Castle begonnen habe. Beide Serien sind auf ihre Art genial, wer eine von beiden oder keine (gibt es das?) kennt, darf auf den folgenden Vergleich gespannt sein.

Bones
Das Großartige an Bones ist die Komplexität. Temperance Brennan (gespielt von Emily Deschanel) ist forensische Anthropologin. Das heißt, sie beschäftigt sich mit Knochen. Dort, wo der normale Gerichtsmediziner an seine Grenzen stößt, kommt sie ins Spiel. Tempe ist sowohl genial, ich würde meinen, die Beste auf ihrem Gebiet, gleichzeitig aber auch in ihrem Sozialverhalten etwas eingeschränkt. Eben so, wie man sich einen echten Nerd (weit ab von der leicht satirischen Variante, die man aus The Big Bang Theorie kennt) vorstellt. Die Serie setzt dort an, wo das FBI ihre Hilfe bei einem Fall braucht. So wird sie die Partnerin von Agent Seeley Booth (David Boreanaz). Gemeinsam lösen sie – mit Hilfe ihres forensischen Teams im Jeffersonian Institute – brisante Fälle rund um Morde, die vor nicht allzu langer Zeit geschehen sind, bis hin zu solchen, die bereits Jahre zurück liegen. Nach anfänglichen „Murder of the Week“-Folgen gibt es in den späteren Staffeln auch folgenübergreifende Handlungsstränge, die einem gefallen müssen. Jedoch wird die Serie hervorragend von der Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren getragen.

Castle
Castle ist dagegen, was die Rahmenhandlung betrifft, ein wenig einfacher gestrickt. Richard Castle (Nathan Fillion) ist ein erfolgreicher Krimiautor, der vom NYPD befragt wird, als Morde nach dem Vorbild seiner Bücher begangen werden. Dabei lernt er Detective Kate Beckett (Stana Katic) kennen und ist fasziniert von ihr. Was wäre, wenn er für seine Bücher direkt beim NYPD recherchieren könnte? Beckett ist alles andere als begeistert von Castle, der ihrer Meinung nach „wie ein siebenjähriger auf Zuckerschock“ ist. Da er aber gut mit dem Bürgermeister befreundet ist, kann er die ungewöhnliche Partnerschaft durchsetzen und so beginnt das ungleiche Gespann, Morde aufzuklären.
Der Reiz dieser Serie ergibt sich definitiv aus dem Witz der Dialoge zwischen Beckett und Castle. Im Laufe der Staffeln werden auch die Fälle interessanter und man investiert immer wieder Zeit, um die Hintergrundgeschichten der Figuren (auch der Nebenfiguren) zu beleuchten, was wirklich interessant ist.

Vergleich
Ich hatte ehrlich gesagt, als ich mit Castle angefangen habe, eine ähnlich spezielle Serie wie Bones erwartet. Bei Bones geht es nicht um herkömmliche Polizeiarbeit, sondern um Mordfälle, bei denen die Polizei mit der normalen Spurensuche nicht mehr weiter kommt. Hier werden Mikrospuren an Knochen untersucht, aber auch kleinste Spuren von Sporen, Pflanzen oder z.B. Larven führen zur Wahrheit. Allein die Ermittlungsarbeit ist wahnsinnig spannend und die Haupt- und Nebendarsteller sind sehr gut ausgesucht und sorgen dafür, dass man regelrecht süchtig nach der Serie wird.
Aus diesem Grund war ich nach der ersten Folge von Castle auch ein wenig enttäuscht. Auf den ersten Blick ist dies eine klassische Polizeiserie. Das NYPD ermittelt auf die jedem bekannte Weise, die man schon x-mal gesehen hat und die wesentlich weniger raffiniert ist als bei Bones. Den ersten Reiz dieser Serie – und auch den Ansporn, über die erste Folge hinaus weiter zu sehen – liefert tatsächlich Richard Castle. Ein frecher, kluger und gewitzter Krimiautor, der sich ins NYPD reinschmuggelt und sich an eine knallharte Ermittlerin hängt. Der Namensgeber der Serie macht hier tatsächlich den Hauptreiz aus. Einfach nur bei Polizeiarbeit zuzusehen ist langweilig. Aber er bringt Schwung in die Sache und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen.
Im Laufe der Zeit werden auch die Nebenfiguren gut aufgebaut und die Serie wird tatsächlich im Laufe der Staffeln immer besser und spannender.

Fazit: Castle oder Bones?
Ganz klar: Castle UND Bones! Beide Serien verbindet die Verbrechensbekämpfung, und doch sind beide ganz unterschiedlich, was aber keine schlechter als die andere macht. Im Gegenteil garantieren tatsächlich beide viele Stunden spannender Unterhaltung.

[Lyrik] Denn du bist ein Teil von mir

Ich bin dein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn du gehst, bleibst du bei mir,
denn du bist ein Teil von mir und ich gehör zu dir.

Du bist mein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn ich geh, bleib ich bei dir,
denn ich bin ein Teil von dir und du gehörst zu mir.

-S.Ko-

(Egal, ob man selbst Mama oder das Kind einer Mama ist, die Verbindung ist immer besonders)

[Zitat] Colours

This world is not made of shades of grey. It is made of colours like azure and coral and emerald and marigold. But it insists on painting everything in black and white and fitting it into boxes that it understands. Do not do that to yourself. Paint your personality a million different colours. Leave them scratching their heads, unsure of how to handle the magic that you are.

-Nikita Gill-

Übersetzung:
Diese Welt besteht nicht aus Schattierungen von grau. Sie besteht aus Farben wie azur und koralle und smaragdgrün und butterblumengelb. Aber sie beharrt darauf, alles in schwarz und weiß zu malen und es in passende Boxen zu packen, um es zu verstehen. Tu dir das nicht an. Male deine Persönlichkeit in einer Million verschiedenen Farben. Lass sie sich ihre Köpfe zerbrechen, unsicher zu sein, wie sie mit der Magie umgehen sollen, die du bist.

Nikita Gill veröffentlicht ihre Gedichte und Prosa auf ihrer Tumblr-Seite. Mich hat der Text berührt, er passt thematisch zu meinen Gedanken über das Etikettieren von Menschen. Wir müssen nicht immer alles genau definieren können. Manchmal reicht es, die vielen Farben zu sehen.

Scheut euch ruhig mal bei Nikita um: http://meanwhilepoetry.tumblr.com/