[Literatur] J. Lynn: Forever with you (Wait for you #6)

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Stephanie tritt ihre erste Stelle nach dem Abschluss an. Dabei führt es sie in die Nähe von Philadelphia, zum ersten Mal weit weg von zu Hause. Gleich am ersten Abend lernt sie in der Kneipe Monas Nick kennen, der dort als Barkeeper arbeitet. Nick hat genau wie sie nicht viel für Beziehungen übrig und bevorzugt es zwanglos. So kommt es zu einem One Night Stand der beiden. Gerade als sie ihre festgefahrenen Vorstellungen in Frage stellen und sich an einer Freundschaft versuchen wollen, finden sie etwas heraus, dass ihr Leben von Grund auf ändern wird…

Kritik
Stephanie und Nick kennt man bereits aus den anderen Bänden der Serie. Nick arbeitet in der Kneipe Monas und war bisher eher der grüblerische, aber loyale Zeitgenosse. Viel hat man über ihn persönlich nicht erfahren.
Steph kannte man vor allem aus den ersten beiden Bänden, die an der Uni gespielt hatten. Dort hatte sie den Ruf, häufig wechselnde Partner zu haben und man wurde nicht wirklich schlau aus ihr, weil sie nur am Rand vorkam.

In diesem Buch war sie mir aber von Anfang an sympathisch. Etwas undurchsichtig ist, worauf sich die Anziehung der Beiden zueinander eigentlich gründet, doch es scheint auch für sie nicht greifbar zu sein.
Im Laufe der Handlung ergibt sich eine Wendung, die man aufgrund des Klappentextes nicht erwartet und mit der ich ein wenig Probleme hatte, auch wenn ich hier nicht vorweg nehmen möchte, um was genau es sich handelt. Der Plot ist ab diesem Zeitpunkt eher stereotyp und wenn man diese Art von Geschichte bereits gelesen hat, weiß man auch, wie sie sich entwickeln wird. Gespickt mit vielen Unsicherheiten und wenig klärenden Gesprächen, störte mich das etwas.

Deshalb war dies leider der bisher schwächste Band der Serie für mich. Natürlich lässt sich die Geschichte trotzdem flüssig lesen und ist auch unterhaltsam, aber mir hat hier doch ein wenig Tiefgang gefehlt, wie ihn die anderen Bände doch eher hatten.
8/10 Punkte

Erschienen im Piper-Verlag, Februar 2016
Originaltitel: Forever with You
432 Seiten
Taschenbuch: 9,99 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.piper.de/

Wait for You-Serie
1) Wait for You
2) Be with Me
3) Trust in Me
4) Stay with Me
5) Fall with Me
6) Forever with You
7) Fire in You (erscheint im August 2016)

[Literatur] Jamie McGuire: Beautiful Redemption (Maddox Brothers #2)

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Liis Lindy tritt eine neue Stelle beim FBI an und möchte vor ihrem ersten Arbeitstag einen Drink in der Bar gegenüber ihres Wohnhauses genießen. Dort lernt sie einen sehr interessanten und attraktiven Mann kennen und landet mit ihm im Bett. Dumm nur, dass er sich am nächsten Tag als ihr Vorgesetzter entpuppt, der nicht mal besonders freundlich ist…

Kritik
Hier kam nun also endlich das Buch um Thomas Maddox, den ältesten Maddox-Bruder. Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, wusste schon, dass er für das FBI arbeitet und definitiv erwachsener und ernsthafter ist als seine Brüder.

Liis ist eine wirklich sympathische Hauptfigur mit einem extrem interessanten Job, da sie brisante Texte aus fremden Sprachen dechiffriert. Thomas ist ihr Vorgesetzter und als solcher ein echtes Ekel, was anfangs zu unterhaltsamen Unterhaltungen führen. Natürlich kann selbst der knallharte Thomas nicht lange verbergen, dass die Neue es ihm angetan hat und so kommen sich die beiden näher.

Es gibt hier ein Wiedersehen mit den anderen Maddox-Brüdern und auch die geheime Beziehung, die Thomas in Trentons Buch hatte, kommt nochmal zur Sprache und wird hier endgültig abgeschlossen. Insgesamt hat mir das Buch wieder wirklich gut gefallen, auch wenn diesmal ein bisschen die Hitzigkeit, welche die anderen beiden Maddox-Brüder in ihren Beziehungen an den Tag gelegt haben, gefehlt hat. Doch auch Thomas hat das gewisse Etwas, das kann man nicht abstreiten. Wem die anderen Bücher der Serie gefallen, der wird auch hier Freude beim Lesen haben.
9/10 Punkte

Erschienen im Piper-Verlag, Januar 2016
Originaltitel: Beautiful Redemption
432 Seiten
Taschenbuch: 9,99 Euro
E-Book: 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.piper.de/

Die Maddox Brothers:
1) Beautiful Oblivion
2) Beautiful Redemption
3) Beautiful Sacrifice
4) Beautiful Burn (erscheint im März 2017)

[Beauty] Nageldesign Rebel Stripes

Nachdem ich lange keine Lust (und Zeit) für Nageldesigns hatte und einfach nur ohne viel Schnickschnack lackiert habe, entdeckte ich gestern im DM folgendes Tool:

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Wie man sieht, habe ich es nach der Benutzung fotografiert. Jedenfalls beinhaltet das Päckchen drei kleine Schwämme für Gradients oder um Glitzer aufzutragen, was für uns aber heute nebensächlich ist. Viel interessanter ist der Stift, der dabei ist. Die Spitze sieht aus wie eine dicke Pinselborse und ist flexibel. Sie kann dazu genutzt werden, Punkte (was aber meines Erachtens besser mit dem Dottingtool funtioniert) und Striche auf die Nägel zu ziehen.

Als Grundfarbe suchte ich mir Sittin Pretty von Essie aus, ein richtig schöner Fliederton aus der Neon LE 2014 (allerdings ist der Ton meines Erachtens kein Neon-Ton):

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Natürlich war mir klar, dass ich die Streifen beim ersten Versuch nicht so akkurat hin bekommen werde. Deshalb habe ich mich von vornherein dazu entschieden, ein wildes Design zu versuchen. Und ich finde, es hat ganz gut geklappt:

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Hierfür eignet sich dieses Tool wirklich gut. Da die Borste nicht gleichmäßig dick ist, sondern nach oben hin dünner wird, dürfte es relativ schwierig sein, tatsächlich akkurate Linien damit auf den Nagel zu ziehen. Aber zum Malen eignet sie sich wirklich gut.
Für die Streifen habe ich den klassischen weißen Lack von Essence und Bell Bottom Blues von Essie verwendet.

Ich hoffe, euch gefällt das Design ein wenig!

[Literatur] Caragh O’Brien: Das Land der verlorenen Träume (Birthmarked #2)

Das Land der verlorenen Traeume von Caragh M OBrienInhalt
Nach ihrer Flucht aus der Enklave, begibt sich die junge Hebamme Gaia Stone ins Ödland. Sie ist auf der Suche nach dem Toten Wald – dem Ort, an den ihre Großmutter angeblich vor vielen Jahren verschwunden ist.
Als Gaia den Ort Sylum findet, ist sie zunächst sehr erstaunt, wie anders das Leben hier ist. Jeder hat genug zu essen und die Gemeinschaft hält zusammen. Doch am erstaunlichsten: In Sylum herrschen die Frauen, allen voran die Matrarch, der jeder zu gehorchen hat. Hier herrschen andere Regeln und es fällt Gaia nicht leicht, sich an diese zu halten.
Doch in Sylum hat man auch Probleme: Seit Jahren werden immer weniger Mädchen geboren, so dass es viel zu viele Männer gibt und die Stadt auszurotten droht. Auch aus diesem Grund erfährt Gaia hier eine ganz andere Aufmerksamkeit, als sie es von früher kannte: Sie ist sehr begehrt unter den Männern der Stadt. Brenzlig wird die Situation, als Leon auftaucht, der ihr aus der Enklave gefolgt ist, um sie zu suchen…

Kritik
Zunächst war ich vom Klapptext dieses zweiten Bandes nicht besonders angetan. Ich bin kein Freund davon, dass die Hauptfigur in ein komplett neues Umfeld verpflanzt wird, denn man möchte als Leser ja wissen, wie es auch mit den anderen Figuren weitergeht, die man kennengelernt hat. Doch erneut hat es Caragh O’Brien geschafft, mich durch ihren Einfallsreichtum und ihren Schreibstil einzufangen.

Gaia kommt in eine völlig neue Welt, mit anderen Werten und Gesetzen. Doch sie bleibt sich treu und versucht auch hier – wie bereits im ersten Band in der Enklave – gegen Zustände vorzugehen, die ihr ungerecht erscheinen. Viele Rezensionen, die ich bereits zu diesem Buch gelesen habe, erweckten den Eindruck, Sylum sei ein unmenschlicher Ort. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen, denn wenn man sich auf die Gegebenheiten einlässt, kann man die Menschen gut verstehen. Natürlich wird auch hier der Leser erneut mit seinen eigenen moralischen Vorstellungen ins Gericht gehen müssen, denn wieder schafft es die Autorin, dass man die Beweggründe beider Seiten verstehen kann.

Das Buch ist ein Pageturner. Einen Punkt Abzug in der Bewertung gibt es einfach, weil mich brennend interessiert, was in der Enklave passiert und man dazu nur noch sehr wenige Informationen erhält. Doch auch hier sei wieder gesagt: Man wartet nach dem Ende des Buches mit brennender Ungeduld auf den dritten und letzten Band der Trilogie. Es bleibt spannend!
9/10 Punkte

Erschienen im Heyne Verlag, Februar 2012
Originaltitel: Prized
464 Seiten
Taschenbuch: 8,99 Euro
E-Book: 7,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: Heyne Verlag

[TV-Tipp] Crime: Bones und Castle – ein Vergleich

Ich habe schon einige Jahre Bones geschaut, bevor ich mit Castle begonnen habe. Beide Serien sind auf ihre Art genial, wer eine von beiden oder keine (gibt es das?) kennt, darf auf den folgenden Vergleich gespannt sein.

Bones
Das Großartige an Bones ist die Komplexität. Temperance Brennan (gespielt von Emily Deschanel) ist forensische Anthropologin. Das heißt, sie beschäftigt sich mit Knochen. Dort, wo der normale Gerichtsmediziner an seine Grenzen stößt, kommt sie ins Spiel. Tempe ist sowohl genial, ich würde meinen, die Beste auf ihrem Gebiet, gleichzeitig aber auch in ihrem Sozialverhalten etwas eingeschränkt. Eben so, wie man sich einen echten Nerd (weit ab von der leicht satirischen Variante, die man aus The Big Bang Theorie kennt) vorstellt. Die Serie setzt dort an, wo das FBI ihre Hilfe bei einem Fall braucht. So wird sie die Partnerin von Agent Seeley Booth (David Boreanaz). Gemeinsam lösen sie – mit Hilfe ihres forensischen Teams im Jeffersonian Institute – brisante Fälle rund um Morde, die vor nicht allzu langer Zeit geschehen sind, bis hin zu solchen, die bereits Jahre zurück liegen. Nach anfänglichen „Murder of the Week“-Folgen gibt es in den späteren Staffeln auch folgenübergreifende Handlungsstränge, die einem gefallen müssen. Jedoch wird die Serie hervorragend von der Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren getragen.

Castle
Castle ist dagegen, was die Rahmenhandlung betrifft, ein wenig einfacher gestrickt. Richard Castle (Nathan Fillion) ist ein erfolgreicher Krimiautor, der vom NYPD befragt wird, als Morde nach dem Vorbild seiner Bücher begangen werden. Dabei lernt er Detective Kate Beckett (Stana Katic) kennen und ist fasziniert von ihr. Was wäre, wenn er für seine Bücher direkt beim NYPD recherchieren könnte? Beckett ist alles andere als begeistert von Castle, der ihrer Meinung nach „wie ein siebenjähriger auf Zuckerschock“ ist. Da er aber gut mit dem Bürgermeister befreundet ist, kann er die ungewöhnliche Partnerschaft durchsetzen und so beginnt das ungleiche Gespann, Morde aufzuklären.
Der Reiz dieser Serie ergibt sich definitiv aus dem Witz der Dialoge zwischen Beckett und Castle. Im Laufe der Staffeln werden auch die Fälle interessanter und man investiert immer wieder Zeit, um die Hintergrundgeschichten der Figuren (auch der Nebenfiguren) zu beleuchten, was wirklich interessant ist.

Vergleich
Ich hatte ehrlich gesagt, als ich mit Castle angefangen habe, eine ähnlich spezielle Serie wie Bones erwartet. Bei Bones geht es nicht um herkömmliche Polizeiarbeit, sondern um Mordfälle, bei denen die Polizei mit der normalen Spurensuche nicht mehr weiter kommt. Hier werden Mikrospuren an Knochen untersucht, aber auch kleinste Spuren von Sporen, Pflanzen oder z.B. Larven führen zur Wahrheit. Allein die Ermittlungsarbeit ist wahnsinnig spannend und die Haupt- und Nebendarsteller sind sehr gut ausgesucht und sorgen dafür, dass man regelrecht süchtig nach der Serie wird.
Aus diesem Grund war ich nach der ersten Folge von Castle auch ein wenig enttäuscht. Auf den ersten Blick ist dies eine klassische Polizeiserie. Das NYPD ermittelt auf die jedem bekannte Weise, die man schon x-mal gesehen hat und die wesentlich weniger raffiniert ist als bei Bones. Den ersten Reiz dieser Serie – und auch den Ansporn, über die erste Folge hinaus weiter zu sehen – liefert tatsächlich Richard Castle. Ein frecher, kluger und gewitzter Krimiautor, der sich ins NYPD reinschmuggelt und sich an eine knallharte Ermittlerin hängt. Der Namensgeber der Serie macht hier tatsächlich den Hauptreiz aus. Einfach nur bei Polizeiarbeit zuzusehen ist langweilig. Aber er bringt Schwung in die Sache und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen.
Im Laufe der Zeit werden auch die Nebenfiguren gut aufgebaut und die Serie wird tatsächlich im Laufe der Staffeln immer besser und spannender.

Fazit: Castle oder Bones?
Ganz klar: Castle UND Bones! Beide Serien verbindet die Verbrechensbekämpfung, und doch sind beide ganz unterschiedlich, was aber keine schlechter als die andere macht. Im Gegenteil garantieren tatsächlich beide viele Stunden spannender Unterhaltung.

[Lyrik] Denn du bist ein Teil von mir

Ich bin dein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn du gehst, bleibst du bei mir,
denn du bist ein Teil von mir und ich gehör zu dir.

Du bist mein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn ich geh, bleib ich bei dir,
denn ich bin ein Teil von dir und du gehörst zu mir.

-S.Ko-

(Egal, ob man selbst Mama oder das Kind einer Mama ist, die Verbindung ist immer besonders)

[Zitat] Colours

This world is not made of shades of grey. It is made of colours like azure and coral and emerald and marigold. But it insists on painting everything in black and white and fitting it into boxes that it understands. Do not do that to yourself. Paint your personality a million different colours. Leave them scratching their heads, unsure of how to handle the magic that you are.

-Nikita Gill-

Übersetzung:
Diese Welt besteht nicht aus Schattierungen von grau. Sie besteht aus Farben wie azur und koralle und smaragdgrün und butterblumengelb. Aber sie beharrt darauf, alles in schwarz und weiß zu malen und es in passende Boxen zu packen, um es zu verstehen. Tu dir das nicht an. Male deine Persönlichkeit in einer Million verschiedenen Farben. Lass sie sich ihre Köpfe zerbrechen, unsicher zu sein, wie sie mit der Magie umgehen sollen, die du bist.

Nikita Gill veröffentlicht ihre Gedichte und Prosa auf ihrer Tumblr-Seite. Mich hat der Text berührt, er passt thematisch zu meinen Gedanken über das Etikettieren von Menschen. Wir müssen nicht immer alles genau definieren können. Manchmal reicht es, die vielen Farben zu sehen.

Scheut euch ruhig mal bei Nikita um: http://meanwhilepoetry.tumblr.com/

 

[Literatur] Miranda Kenneally: Herz im Aus

Herz im Aus von Miranda Kenneally

 

 

Inhalt
Jordan Woods ist passionierte Footballspielerin und Quarterback in ihrem Highschool-Team. Ihr bester Freund Henry und die anderen Jungs aus der Mannschaft bilden ihren Freundeskreis und alles in allem ist sie zufrieden. Als Ty neu an ihre Schule kommt und ebenfalls ins Footballteam aufgenommen wird, interessiert sie sich erstmals für einen Jungen. Doch Ty hat einen Sack voller Probleme dabei und dann kommt doch alles anders…

Kritik
Die Inhaltsangabe hat mir bei diesem Buch sehr gut gefallen und da ich im Moment sowieso viel und gern Jugendromane lese, wollte ich auch diese Geschichte gern ausprobieren.
Miranda Kenneally hat ein gutes Händchen dafür, ihre Charaktere auszuformen und sie authentisch zu gestalten. Jordan ist eine sympathische Hauptfigur, die sich Gedanken um ihre Zukunft auf dem College macht und sich voll auf ihren Sport konzentrieren will. Wie es früher oder später aber eben passieren muss, interessiert sie sich plötzlich für einen Jungen.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, doch ich hatte dennoch etwas mehr erwartet. Die erste Hälfte der Geschichte zog sich etwas öde dahin und erst, als dann eine Wendung in der Handlung eintritt, die ich nicht erwartet hatte, wird es endlich gut. Auf diese Wendung gehe ich an dieser Stelle nicht ein, um nicht zu spoilern. Aber es lohnt sich, durchzuhalten.
Das Ende kam mir dann auch etwas abrupt, weshalb es nur 4 Sterne wurden, doch ich würde noch ein weiteres von Kenneallys Büchern lesen.

Der Schreibstil ist absolut jugendfrei gehalten. Zwar erfährt man, dass die Jugendlichen ihre Erfahrungen machen, doch es wird nichts explizit erzählt. Dieser Roman eignet sich gerade deshalb und wegen der simplen, aber für Jugendliche sicher absolut aktuellen, Geschichte sehr gut für Teenies zwischen 14-18 Jahren. Vor allem Mädchen dürften hier ihre Freude haben.
8/10 Punkte

Erschienen im Verlag cbt, Dezember 2014
Originaltitel: Catching Jordan
352 Seiten
Taschenbuch: 7,99 Euro
E-Book: 6,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/Verlag/cbt-Kinder-und-Jugendbuecher/16000.rhd

[Literatur] I want it that way von Ann Aguirre

4c8f38ecf9Inhalt
Nadia zieht mit ihrer besten Freundin und zwei Freunden in eine WG. Da sie alle Studenten sind, ist das eine bequeme Lösung, auch wenn in dem Haus sonst keine Studenten leben. Direkt am Tag des Einzugs lernen sie den mürrischen Nachbarn Ty kennen, der zwar auch noch relativ jung und wirklich gutaussehend ist, aber auch bereits Vater eines kleinen Jungen und zudem alles andere als charmant.
Trotzdem ist Nadia fasziniert von ihm und die beiden lernen sich langsam besser kennen. Doch sie merken schnell, dass ihre Leben sehr unterschiedlich sind…

Kritik
Schon ewig wollte ich mal etwas von Ann Aguirre lesen und habe mir trotzdem nie die Zeit für ihre (angeblich tollen) Sci-Fi-Romane genommen. Als nun eines ihrer New Adult-Bücher auf deutsch erschien, wollte ich es unbedingt lesen. Der Plot klingt sehr interessant: Unbedarfte Studentin verliebt sich in den mürrischen, aber heißen Nachbarn, der nur wenige Jahre älter ist als sie, aber an einem ganz anderen Punkt seines Lebens steht. Normalerweise schaffen es gute New Adult-Bücher, aus einem relativ simplen Plot richtig gute Geschichten zu machen. Leider fehlte mir hier jedoch einiges, um das auch von Aguirres Story behaupten zu können.

Nadia ist eine Studentin, die durchaus hart arbeitet, um ihr Studium zu finanzieren. Sie hat klare Vorstellungen von ihrer Zukunft im Bereich der Pädagogik und ist fleißig. Doch gerade im Umgang mit Ty, der sehr viel Verantwortung trägt, kommt sie einem mehr als einmal regelrecht naiv und weltfremd vor. Es ist, als suche sie nach einer netten Collegebeziehung, die gern irgendwann mal etwas Festes werden darf, während Ty eigentlich gar keine Beziehung sucht, weil er sowieso schon genug zu tun hat.
Gerade auch die Entwicklung seiner Figur hat mich enttäuscht. Es scheint, als hätte die Autorin über ihren Fantasiemann geschrieben und nicht versucht, ihn realistisch darzustellen. Ty ist ziemlich schnell mit tiefschürfenden Liebesbekundungen bei der Hand, die er aber dann (um den Leser bei der Stange zu halten) wieder relativiert, weil er ja eigentlich keine Zeit für eine Beziehung hat und Nadia diese auch nicht aufbürden will.

Das Buch lässt sich eigentlich schön weg lesen, aber mir war es dann doch eine Portion zu viel Schmalz, muss ich gestehen. Ich weiß noch nicht, ob ich den zweiten Band „As long as you love me“ tatsächlich lesen möchte, in dem es um Nadias beste Freundin Lauren geht. Da die Nebenfiguren wirklich gut ausgearbeitet und sympathisch waren, lohnt sich vielleicht ein Blick. Und falls es jemandem noch nicht aufgefallen ist: Die Autorin entlehnt ihre Buchtitel dieser Serie aus Songs der Backstreet Boys.
8/10 Punkte

Erschienen bei Mira Taschenbuch, August 2015
Originaltitel: I Want It That Way
352 Seiten
Taschenbuch 9,99 Euro
E-Book: 9,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.mira-taschenbuch.de/

[Literatur] Bis du wieder atmen kannst & Solange du bleibst von Jessica Winter

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Julia ist an der Highschool eine Außenseiterin. Nur ihre beste Freundin steht ihr hier wirklich nahe, alle anderen provozieren sie höchstens, um ihr freches Mundwerk zu hören, denn sie hat immer eine passende Erwiderung parat. Was wirklich in ihrem Leben los ist, weiß niemand.
Jeremy kommt aus einer guten Familie und spielt Football, gehört also zu den beliebten Schülern. Er interessiert sich herzlich wenig für Julia, außer wenn er sich mit ihr kabbeln kann. Doch das ändert sich an dem Tag, an dem er zufällig in die Umkleide kommt, als sie sich für den Sportunterricht umzieht. Was er dort sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren und er ist völlig verwirrt. Er weiß nur eins: Er muss etwas unternehmen…

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Jessica Winter veröffentlicht als Selfpublisherin, was grundsätzlich heißt, dass man Glück oder Pech haben kann, wenn man zu einem solchen Buch greift. Die überaus positiven Rezensionen, die ich zu diesen beiden Büchern über Julia und Jeremy gelesen habe, waren aber alle begeistert und so beschloss ich, die Geschichte auch einmal auszuprobieren.
Es kommt ja selten vor, dass ich ein Buch erst einmal sacken lassen muss, bevor ich darüber schreiben kann. Das letzte Mal war das glaube ich bei „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes der Fall. Und von der Qualität der Geschichte her würde ich Jessica Winter auch damit gleichsetzen.

Zunächst beginnt das Buch wie eine typische Teenieromanze. Sie ist die Außenseiterin, er der Star der Highschool, beide 17 Jahre alt. Hat man schon etliche Male so gesehen, lese ich aber trotzdem sehr gern. Doch schon recht früh bekommt die Geschichte eine andere Qualität, als häusliche Gewalt ins Spiel kommt. Ich will hier eigentlich nicht zu viel verraten, doch wer bei diesem Thema empfindlich ist, sollte doch wissen, worauf er sich einlässt. Jessica Winter beschreibt diesen Aspekt der Geschichte schonungslos und ehrlich. Man hat das Gefühl, sie zieht dem schönen Schein der Vorstadt die Haut ab, bis nur noch das rohe Fleisch übrig bleibt. Und das ist dann die Realität, die sich hinter vielen Haustüren abspielt, vor der wir aber sonst gut die Augen verschließen können. Obwohl ich so etwas eigentlich sehr beklemmend finde, wurde es hier doch auf eine Art erzählt, dass man es aushalten kann, vor allem, weil Julia eine sehr starke Persönlichkeit hat. Sie hatte die Wahl, zu zerbrechen oder eben nicht und sie hat sich dagegen entschieden.

Jeremy entspricht da schon eher dem Stereotyp, das man kennt. Er ist tatsächlich so oberflächlich, wie man es sich vorstellt. Und ich empfand es als wirklich angenehm, dass er keine 180 Grad-Wende macht, nachdem er Julia im Umkleideraum gesehen hat, sondern dass er ab diesem Zeitpunkt eine nachvollziehbare Entwicklung durchläuft. Er braucht eine ganze Weile, um sich zu überlegen, ob er überhaupt etwas tun soll. Ob er sie darauf ansprechen soll. Im Grunde begleitet man ihn hier auf seinem steinigen Weg des Erwachsenwerdens.

Ich habe deshalb beide Bücher in diese Rezension hinein genommen, weil sie zusammen eine Geschichte erzählen. „Solange du bleibst“ schließt nahtlos an den ersten Band an. Ich werde hier auch nichts über die Handlung des zweiten Buches erzählen, außer dass es noch emotionaler ist als das erste. Letztendlich hat Jessica Winter extrem viel Dramatik in diese beiden Bücher gepackt und ich bin mit mir selbst nicht wirklich einig, ob es mir nicht ein wenig zu viel war. Aber das ändert nichts daran, dass mir die Geschichte regelrecht unter die Haut gegangen ist. Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam und realistisch, es wird nichts überstürzt. Zeitweise – vor allem im ersten Buch – ist sie noch nicht einmal das zentrale Thema.

Wem „Ein ganzes halbes Jahr“ gefallen hat, der sollte unbedingt auch Jessica Winters Bücher lesen. Eine große, sehr ergreifende Geschichte.
10/10 Punkte

Erschienen im August/Oktober 2015
Taschenbuch je 11,90 Euro
E-Book je 2,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.jessica-winter.com/index.php