[Film] Vielleicht lieber Morgen (The perks of being a wallflower)

Das Buch zu „Vielleicht lieber Morgen“ habe ich gelesen, als ich selbst 17 Jahre alt war, also genau in dem für die Geschichte passenden Alter. Ein Jahr später hatte ich es für den Englischunterricht sogar nochmal auf englisch gelesen. Und obwohl ich nicht mehr genau hätte sagen können, worum es in dem Buch eigentlich ging, wusste ich doch noch, dass es mich tief beeindruckt hat und ich war richtig gespannt auf den Film.

Inhalt

Charlie beginnt sein erstes Jahr an der Highschool. Er ist ein Außenseiter, mehr der nachdenkliche Typ, der schon einiges mitgemacht hat und im Grunde nur dazu gehören will. Er versucht herauszufinden, wer er wirklich ist. Als er Patrick und dessen Stiefschwester Sam kennenlernt ist er glücklich. Endlich hat er Freunde und vielleicht wird das Erwachsenwerden ja doch nicht nur schrecklich.

Review

Es ist richtig schwer, zu diesem Film eine Zusammenfassung zu schreiben. Nicht, weil ich Angst hätte zu spoilern, sondern weil diese außergewöhnliche Geschichte schwer in Worte zu fassen ist. Im Grunde geschieht nichts ungewöhnliches. Charlie ist ein Teenager, der sich noch nicht selbst gefunden hat. Einer, der nach Freunden sucht und versucht, mit einigen Dingen klarzukommen, die er noch nicht verarbeitet hat. Soweit klingt es im Grunde sogar langweilig, aber diese Geschichte ist meilenweit von einer 08/15 Highschool-Geschichte entfernt.

Mich selbst hat die Story schon beeindruckt, als ich damals das Buch gelesen habe. Sie hat mich auf eine Weise angesprochen, wie es kaum ein anderer Roman damals vermochte. Sensationell ist, dass der Film nun tatsächlich dasselbe geschafft hat. Natürlich bin ich mittlerweile keine 17 mehr, aber ich fühlte mich beim Anschauen ganz massiv an diese Zeit erinnert, in der man noch nicht weiß, wer man eigentlich sein möchte. In der man sowohl ängstlich als auch gespannt auf die Zukunft wartet. In der man mit vielen Entscheidungen hadert und sehr oft an sich selbst zweifelt.

Die Darsteller, vor allem Charlie, Sam und Patrick, sind grandios besetzt und spielen absolut überzeugend. Der Film ist leise, ohne furchtbar spannend oder aufdringlich zu sein schleicht er sich doch in den Kopf des Zuschauers und man ist in seinen Bann gezogen.

Auf jeden Fall ist „Vielleicht lieber Morgen“ eine der grandiosesten Geschichten über das Erwachsenwerden, die es gibt. Und zwar sowohl das Buch als auch der Film. Unbedingt zu empfehlen!

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