[Film] Pitch Perfect 2

Inhalt

Die Barden Bellas sind auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, als sie nach etlichen Siegen bei der Landesmeisterschaft vor dem amerikanischen Präsidentenpaar singen dürfen. Leider vermasseln sie den Auftritt so kolossal, dass sie an sofort stillgelegt werden. Keine öffentlichen Auftritte, keine nationalen Wettbewerbe, keine neuen Mitglieder mehr. Die Mädels sehen nur einen Ausweg: Sie müssen die Weltmeisterschaft gewinnen! Doch das ist gar nicht so einfach, denn die deutsche Mannschaft „Das Sound Machine“ gewinnt immer…

Review

Pitch Perfect fand ich sensationell! Ich habe eine Schwäche für Geschichten, die von jungen Erwachsenen erzählen (wie man auch an meinem Buchgeschmack erkennen kann) und ich liebe es, wenn sich ein Film um Gesang oder Tanz dreht. Zusätzlich war der Film auch noch wirklich lustig, weshalb ich ihn immer wieder gerne sehe. Umso gespannter war ich natürlich, ob der zweite Teil da mithalten kann.

Die Story an sich ist etwas größer ausgebaut als im ersten Film. Durch die Weltmeisterschaft hat man die Gelegenheit, den Campus der Uni zu verlassen und andere A Capella-Formationen kennenzulernen, was sehr interessant ist.
Leider hat mich die Umsetzung der Charaktere nicht ganz überzeugt. Man hat das gefühl, es wurde krampfhaft versucht, die besten Aspekte des ersten Filmes mit der neuen Story zu kombinieren, was sich schwierig gestaltet. Großartig waren zum Beispiel Jesse, genau wie seine A Capella-Truppe, Aubrey – die leicht durchgeknallte Anführerin der Mädels – und der Riff off. All das wird in den neuen Film hinein gequetscht und wirkt leider etwas deplatziert. Dabei hätte es funktionieren können, wenn man diesem Teilen etwas mehr Zeit zugestanden hätte.

Die Mädelstruppe ist unterhaltsam wie eh und je, doch wirken auch sie etwas unperfekt. Das Highlight ist hier ganz klar Fat Amy, die den Film diesmal tatsächlich trägt, denn sie hat definitiv die besten Momente.
Ganz gut gefallen hat mir dann doch wieder das Finale mit einem Gänsehautmoment.
Was mir leider nicht gefallen hat, waren die Gegener der Barden Bellas. „Das Sound Machine“ (ja, so heißen sie wirklich) wurde so schrecklich stereotyp dargestellt, dass es kaum zu ertragen war. Zum einen ist es meines Erachtens ein lahmer Schachzug, die Deutschen als Gegner der Amerikaner darzustellen (Leute, der Krieg ist vorbei!), zum anderen erinnern die Kostüme der Truppe leider auch tatsächlich an eine Zeit, die in einer Komödie so nichts zu suchen hat. Zudem lässt man die angeblichen Weltmeister ein grauenhaft grottiges Englisch singen (z.B. statt „This ist how we do it“ singen sie „Tis is how we do it“). Was soll das? Warum sollten die Weltmeister englische Songs singen (und das tun sie ausschließlich), wenn sie kein englisch können?

Fazit

Alles in allem etwas unrund und auf keinen Fall so gut wie der Vorgänger. Dennoch ist Pitch Perfect 2 unterhaltsam und lustig genug, dass man ihn sich anschauen kann.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s