[Filmperlen] Can a Song Save Your Life?

Inhalt
In diesem außergewöhnlichen Film mit Keira Knightley und Mark Ruffalo geht es um die Musikerin Greta, die New York eigentlich verlassen möchte, nachdem die Beziehung zu ihrem Freund am Ende ist. Spontan nimmt sie an einer Open Mic-Night teil und wird dabei von Dan gesehen, einem früher mal erfolgreichen und heute ziemlich abgehalfterten Musikproduzenten.
Da er kein Geld hat, um eine Platte professionell im Studio zu produzieren, geht Greta auf seine Idee ein, ein Outdoor-Album zu machen. Überall in New York nehmen sie nun einzelne Songs auf und hoffen, dass sie jemanden begeistern werden.

Kritik
Angesprochen an diesem Film hat mich zunächst einmal der Titel: Kann ein Song ein Leben retten? Für mich ist Musik nämlich etwas ganz wichtiges und das einzige Medium, das Emotionen in der Form übertragen kann. Deshalb war auch meine spontane Antwort auf die Frage, die der Filmtitel stellt: Ja, kann er.
Und da hat mich natürlich brennend interessiert, wie das in einem Film umgesetzt wird. Nun ist zu sagen, dass der Titel ein wenig zu dramatisch gewählt ist, denn in den Film geht es nicht wirklich um Leben und Tod. Aber es geht darum, wie Musik ein Leben verändern kann, welchen Einfluss sie hat. Und das wird grandios dargestellt.

Beginnen wir mal bei den beiden Hauptdarstellern. Ich mag Keira Knightley eigentlich immer, wenn ich sie in einem Film sehe. Mir reicht es, dass sie mir als Darstellerin sympathisch ist, denn jaaa, sie hat eine wenig facettenreiche Mimik und daher unterscheiden sich ihre Charakterdarstellungen nicht fundamental voneinander. Trotzdem bringt sie etwas Frisches in den Film und man kauft ihr ab, dass Greta zwar ein wenig unsicher in Bezug auf ihre Musik ist, sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.
Mark Ruffalo hat mir hier sehr gut gefallen. So verlottert habe ich ihn noch in keiner seiner Rollen gesehen und er schafft es tatsächlich immer, dass ich ihm seine Charaktere abkaufe.

Irgendwann auf halber Strecke habe ich befürchtet, dass man aus den beiden zwanghaft ein Liebespaar machen wird, was der Poesie des Films nicht gut getan und ihn doch mehr Richtung Mainstream geschoben hätte. Zum Glück hat man darauf verzichtet.
Wer sich diesen Film ansieht, vermutet natürlich zunächst mal Hollywood… also leichte Kost. Klar bei der Besetzungsliste. Aber hin und wieder entdeckt man zwischen dem ganzen Mission Impossible-Liebesfilm-Komödien-Einerlei doch eine Perle, die sich einem wichtigen Thema widmet. Und das ist hier die schlichte Liebe zur Musik. Die Idee, ein Outdoor-Album zu machen, also Musik nicht in einem schallgeschützten Raum aufzunehmen, sondern zuzulassen, dass die Welt um einen herum durch ihre Geräusche Teil der Musik wird ist phänomenal. Manchmal benutzen wir Musik, um uns von der Welt abzuschotten und manchmal, um uns ihr anzuschließen. Und genau das transportiert auch dieser Film.

Ich kann nicht mehr sagen als: Schaut ihn euch mal an, ihr werdet es nicht bereuen. Wem „Love Song for Bobby Long“ gefallen hat, der wird auch „Can a Song Safe Your Live?“ mögen.

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