[Literatur] Book Challenge 2: Ein Buch, das ich mehr als dreimal gelesen habe

Nun stand ich vor meinem Bücherregal und habe mir mal überlegt, welche Bücher ich tatsächlich mehr als dreimal gelesen habe. Viele sind es nicht, die absolute Mehrheit meiner Bücher lese ich nur einmal, wenige habe ich zweimal gelesen.
Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingen und wie ich jetzt darüber schreibe, könnte ich es direkt nochmal lesen. Es geht um diese schöne Geschichte:

Ausgerechnet den von Susan Elizabeth Phillips

Ausgerechnet den von Susan Elizabeth Phillips

Ich habe es etwa 2002 zum ersten Mal gelesen. Vorher habe ich lange Zeit nur historische Romane gelesen, und damit meine ich Wälzer von Rebecca Gablé, Ken Follett oder Donna W. Cross. Über zeitgenössische „Frauenromane“ habe ich nur die Nase gerümpft. Zu simpel. Dann brachte mir eine Freundin zwei Romane von Susan Elizabeth Phillips mit und bat mich, sie wenigstens mal auszuprobieren. Und was soll ich sagen? Ich habe mich so gut amüsiert, dass ich danach einfach alles von der Autorin gelesen habe. Dieses ist eins ihrer Bücher, das ich seitdem schon mehrmals gelesen habe, weil die Geschichte einfach klasse ist. Man stelle sich vor: Eine wenig intelligente, aufgemotzte Blondine auf hohen Hacken und zu knappen Kleidern erbt ein renommiertes American Footballteam, das kurz davor steht, um den Superbowl zu spielen. Klar, dass das dem Cheftrainer nicht gefällt. Blöd nur, als sich herausstellt, dass die blonde Dumpfbacke mehr ist als ein Dummchen.
Man merkt vielleicht, die Geschichte ist unterhaltsam und kurzweilig. Ich lese sie immer noch gern und kann sie auch jederzeit guten Herzens weiter empfehlen.

Weitere Infos findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/blanvalet/

Kennt ihr die Geschichte oder die Autorin? Falls nicht, auf jeden Fall mal ausprobieren!

[Zeitgeschehen] Über die Resignation gegen Fremdenhass

Schon seit vielen Jahren, seit ich mich als Jugendliche einmal mit der Thematik beschäftigt habe, bin ich gegen Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass, Rassismus, Ausgrenzung… all diese Synonyme, die für dieselbe Sache stehen. Gerade auch, weil ich mich in meiner Ausbildung auf Geschichte spezialisiert habe, ist es mein dringendster Wunsch, dass sie sich nicht wiederholen möge.

Nun sind wir ganz aktuell bereits seit einigen Monaten in einer Extremsituation. Hunderttausende Menschen kommen in unser Land und viele Deutsche haben Angst. Das kann ich verstehen. Man muss realistisch genug sein, sich einzugestehen, dass wir nicht wissen, wie es weiter gehen wird. Wie sich die Situation in einigen Jahren entwickelt haben wird. Dafür habe ich vollstes Verständnis und möchte diese Ängste auch niemandem absprechen oder ausreden.

Wofür ich – und das wird auch immer so bleiben – kein Verständnis habe, ist das Fremde abzulehnen und offen zu sein für Verschwörungstheorien und Verallgemeinerungen. Die große Errungenschaft des Internets zeigt ganz ungefiltert und mit erschreckender Klarheit, wie viele Menschen ihre Ängste und Vorurteile dadurch aufarbeiten, dass sie den schlimmsten möglichen Ausgang der Situation als vorherbestimmt ansehen. Noch erschreckender ist, wie viele andere sich davon mitreißen lassen.
Warum ist das Radikale so viel attraktiver als die Menschlichkeit? So viel beeindruckender als Toleranz? Geschichtlich betrachtet sind Menschenrechte und Toleranz, gerade was Religion angeht, noch sehr jung. Man beruft sich also auf das Althergebrachte und lehnt das Fremde ab. Nun sind aber auch Glaubenskriege geschichtlich betrachtet ein gängiger Weg, um Religionen zu unterdrücken. Ist es nicht paradox, dass wir an unserer alten, menschenfeindlichen Haltung festhalten, WEIL wir Angst vor einem Glaubenskrieg haben? Beides geht – und das ist historisch belegt – Hand in Hand. Wir werden also eher einen Krieg auslösen, wenn wir das Fremde ablehnen, beleidigen, Gebäude anzünden. Das ist Fakt, daran lässt sich nichts schön reden.

Nun ist meine Meinung ja, dass man nicht weghören sollte, wenn jemand rechtsradikale Parolen schmettert. Die Erfahrung zeigt zwar, dass solche Menschen unbelehrbar sind, aber trotzdem habe ich mich dagegen entschieden, einfach still zu sein. Dass ich deren Meinung nicht ändern kann heißt nicht, dass ich nicht an der Meinung der Mitleser bauen kann. Im Vertrauen darauf, dass menschenverachtend zu denken nicht jedem als selbstverständlich erscheint.
Viele Wochen lang habe ich diesen Sommer regelrecht erbittert Aufklärung betrieben und gegen Vorurteile und Unwissenheit gekämpft. Sowohl in meinem täglichen Leben als auch im Internet habe ich mich bei jeder Diskussion eingemischt. Zum ersten Mal das Gefühl, aufgeben zu müssen, hatte ich, als der kleine Junge an der türkischen Küste gefunden wurde. Der Dreijährige war ertrunken, als der Schlepper unterging, mit dem seine Eltern, sein Bruder und er geflüchtet sind. Schon einen Tag später ging die Meldung durch das Netz, dass ein junger Mann verhaftet wurde, der öffentlich bei Facebook gefeiert (!) hat, dass dieses Kind gestorben ist. Ein Kind sei noch zu wenig, hieß es. Und ich fühlte mich ohnmächtig. Ich kann so viel reden, wie ich will. Gegen diese Art von Hass, bei der ein Menschenleben nichts Wert ist, komme ich nicht an. Diese Art von Hass, bei der man einem Kind den Tod wünscht und ihn sogar feiert. Wenn es Menschen gibt, die so schlecht sind, dann kann ich nichts dagegen tun.
Dieses Gefühl der Machtlosigkeit wird auch nicht besser, wenn Fremdenfeindlichkeit im engsten Umfeld Einzug hält. Man hat Bedenken. Man möchte nicht benachteiligt werden. Und das, nachdem ich Monate damit zugebracht habe, Aufklärung zu leisten. Ich habe das Gefühl, am Limit zu sein. Resigniert. Ausgebrannt, was dieses Thema angeht. Ich rede und rede, aber niemand hört wirklich zu. Ich weiß nicht, ob Radikale immer die lautere Stimme haben werden, aber es kommt mir im Moment sehr oft so vor. Und das Traurige ist, dass ich viel mehr Menschen kenne, die anfangs noch zumindest neutral gegenüber der Flüchtlingsfrage waren und mittlerweile hohle Phrasen nachplappern, als solche, die radikal eingestellt waren und sich von guten Argumenten und einem Apell an Menschlichkeit überzeugen ließen. Letztere kenne ich eigentlich gar nicht.
Das, was uns hier und heute verloren geht, gibt uns niemand mehr zurück. Ich denke, dass unsere Menschlichkeit mehr wert sein sollte, als der Kram, den wir um uns ansammeln. Viele haben diese Einstellung verloren. Niemand gibt sie ihnen zurück, also was passiert mit ihnen?

[Erziehung] Von guten und schlechten Kindergärten

Viele Eltern sind sich unsicher, wenn sie ihr Kind in Fremdbetreuung geben. Worauf muss ich achten? Wann darf ich Bedenken haben und wann übertreibe ich vielleicht? Diesen Fragen möchte ich heute mal auf den Grund gehen in der Hoffnung, dass mein Artikel vielleicht einigen Eltern weiter hilft.

Trotz der Tatsache, dass mein Sohn noch keine vier Jahre alt ist, haben wir schon einige Erfahrung mit Fremdbetreuung. Als er ein Jahr alt wurde, ging ich wieder arbeiten. Da es damals hier bei uns noch keinen Rechtsanspruch auf Kita-Plätze für Einjährige gab, suchten wir eine Tagesmutter. Ich habe zu dem Unterschied zwischen Kindergarten und Tagesmutter HIER bereits einen Bericht verfasst, den ihr gern nachlesen könnt, wenn euch dieser spezielle Aspekt besonders interessiert.
Zu Beginn hat er manchmal geweint, wenn ich ihn zur Tagesmutter gegeben habe. Er war ein Jahr alt und hat noch nicht wirklich verstanden, warum er jetzt woanders als zu Hause sein muss. Aber unsere Tagesmutter war wirklich lieb, hatte vier eigene Kinder und ich wusste, er ist da gut aufgehoben. Zwei Minuten, nachdem ich weg war, gab es keine Tränen mehr und er hat dann immer schön gespielt.
Wir hätten ihn gerne länger dort gelassen, jedoch haben Zweijährige bei uns tatsächlich einen Rechtsanspruch, und so kam er kurz vor seinem 2. Geburtstag in den Kindergarten. Dieser war ein ländlicher Kindergarten mit großem Außengelände. Da mein Sohn damals der kleinste Knirps dort war, waren die älteren Kinder total begeistert von ihm und haben ihm bei allem geholfen. Auch die Erzieherinnen haben ihn geliebt und waren sowohl herzlich als auch bestimmt. Mein Sohn ging wirklich gern in diesen Kindergarten und war manchmal ganz enttäuscht, wenn ich ihn abholen kam.

Vor einem Jahr sind wir umgezogen, so dass er nicht mehr denselben Kindergarten besuchen konnte und sich dort nach nur 6 Monaten wieder verabschieden musste. Natürlich war dieser Wechsel nicht optimal, Kinder brauchen Beständigkeit. Allerdings kommt man, wenn berufsbedingt ein Umzug ansteht, aus der Nummer auch nicht raus. Also wechselte er zu einer Kita in unserem neuen Wohnort, natürlich mit der Idee, dass er dort bis zum Schuleintritt bleibt.
Und in dieser Kita war er von Anfang an komisch. Obwohl wir eine Eingewöhnung gemacht haben, hat er viel geweint. Anfangs schoben wir das natürlich auf die Umstellung. Neues Zuhause, neuer Kindergarten… das ist schon viel für einen Zweijährigen. Außerdem waren die Bedingungen dort auch ganz anders als in der vorherigen Kita. Dort bestand die Krippengruppe aus 10 Kindern mit zwei Erzieherinnen. Hier waren es nun 25 Kinder mit zwei Erzieherinnen. Zudem war unser Sohn auch gewohnt, dass die Erzieherinnen im Schnitt Ende 20, Anfang 30 waren. Hier waren sie nun Anfang 40 bzw. 50. Das macht natürlich einen Unterschied, deshalb wollten wir dem Ganzen einfach Zeit geben.
Nach 6 Monaten hatte ich schon immer Bauchweh, wenn ich ihn in die Kita gebracht habe. Es gab nichts Konkretes, woran ich hätte festmachen können, was für ihn dort so schlimm ist. Aber über Monate hat er schon im Auto gesagt, dass er nicht in den Kindergarten will. Er weigerte sich, aus dem Auto auszusteigen. Er weinte, wenn ich ihn in der Gruppe abgab und klammerte sich an meinen Beinen fest. Die Erzieherinnen holten ihn dann ab und es schien wieder gut zu sein. Wenn ich ihn mittags abholte, rannte er mir entgegen und zog mich direkt aus der Gruppe heraus. Ich muss sagen, das hat mich erschreckt. So kannte ich meinen Sohn weder aus der Zeit bei der Tagesmutter, noch im ersten Kindergarten. Einige Kleinigkeiten sind aufgefallen. Wir baten darum, unserem Sohn, der dünne blonde Harre und eine leichte Erkältung hatte, im Frühherbst die Mütze anzuziehen, wenn sie raus gehen. Wenige Tage später war es nochmal schön sonnig und warm. Trotzdem wurde er aus reinem Trotz in Schal und Mütze gepackt und war komplett verschwitzt, als ich ihn abholte.
Um Weihnachten wagten wir den ernsten Versuch, trocken zu werden. Als er nach den Ferien in die Kita zurück ging, konnte er allein auf Toilette gehen, man musste ihn nur eben dorthin mitnehmen, weil er nicht immer Bescheid gesagt hat und da noch manchmal was daneben ging. Im Kindergarten wurde mir dann mitgeteilt, dass sie das nicht leisten könnten, wir sollen ihm bitte wieder eine Windel anziehen. Solche kleinen Dinge kamen zusammen. Nichts, weswegen man einen riesigen Aufstand machen müsste, aber doch Punkte, die mir nicht gefielen.
Und dann das Dilemma: Sollen wir einen erneuten Wechsel in Erwägung ziehen? Vielleicht liegen seine Probleme ja wirklich daran, dass er so schnell von einem in den anderen Kindergarten wechseln musste. Dann würden wir genau das Falsche machen. Außerdem war auch das Argument nicht zu verachten, dass er hier ja mit Kindern zusammen wäre, die später auch mit ihm in die Grundschule gehen. Also weiter abwarten, ob es besser wird.

Den letztendlichen Ausschlag für den Wechsel gab ein Ereignis, bei dem ich immer noch den Kopf schütteln muss. Mein Sohn bekam im Kindergarten vormittags Durchfall und man versuchte, mich auf dem Handy anzurufen. Ich habe an diesem Tag auf der Arbeit nicht regelmäßig auf mein Telefon schauen können und bin gleich hin gefahren, als ich den verpassten Anruf gesehen habe. Im Kindergarten angekommen wurde ich angefahren, mein Sohn habe Durchfall und ich hätte ihn sofort abholen müssen. Mittlerweile waren vier Stunden seit dem verpassten Anruf vergangen. Auf meine Frage hin, ob mein Mann und die Oma denn auch nicht zu erreichen gewesen wären, bekam ich zur Antwort: „Ich mach doch keinen Rundruf!“
Unnötig zu erwähnen, dass ich am selben Tag in der Kita des Nachbarortes angerufen und mich dort nach einem freien Platz erkundigt habe. Darüber hinaus habe ich auch ein sehr deutliches Gespräch mit den beiden Erzieherinnen der Gruppe geführt, aber nach diesem Erlebnis war ganz klar: Nein, ich kann diesen „Pädagoginnen“ mein Kind nicht problemlos anvertrauen.

Und so wechselte der arme Kerl nach 12 Monaten erneut den Kindergarten. Natürlich hatte ich auch hier Angst, dass es wieder so schlimm werden würde. Dass wir vielleicht einen Fehler machen und der erneute Wechsel unseren Zwerg komplett aus der Bahn wirft.
Zu Beginn war er in dem neuen Kindergarten auch noch recht reserviert. Da er in dem vorigen meistens alleine gespielt hat, war ich es gewöhnt, dass er sich in eine Ecke zurückzieht und sein eigenes Ding macht. Mit mulmigen Gefühl ließ ich ihn in der ersten Woche dort.
Mittlerweile ist er seit zwei Monaten in der neuen Kita und ich habe ein anderes Kind! Kein einziges Mal (!) hat er mich auf dem Weg zum Kindergarten gebeten, nicht dorthin zu fahren. Kein einziges Mal hat er sich geweigert, aus dem Auto auszusteigen. Letzte Woche ist das überhaupt Beste passiert. Ich kam um 14 Uhr in den Kindergarten, um ihn abzuholen, und er spielte gerade mit den anderen Kindern. Als ich gefragt habe, ob wir gehen können, sagte er: „Mama, ich will doch noch spielen. Warum kommst du immer so früh?“. Und damit die Gewissheit: Wir haben das Richtige gemacht.

Manchmal muss man einfach darauf vertrauen, dass man sein Kind kennt und einschätzen kann, wann es ihm nicht gut geht. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Pädagoginnen im Kindergarten gut ausgebildet und bemüht sind, sicher sein kann man sich nicht. Ich weiß immer noch nicht, was genau unserem Sohn in seinem letzten Kindergarten so zugesetzt hat. Aber ich kann sicher sagen, es lag an der Kita, denn nun ist er wieder so, wie damals in seinem ersten. Aufgeschlossen, fröhlich und er geht gerne hin.

Also, liebe Mamas und Papas, vertraut auf euer Gefühl. Rennt nicht sofort Türen ein, aber auf jeden Fall dann, wenn sich die Situation nicht bessert. Und ein bisschen Mut gehört eben auch dazu, ein Kind auf seinem Weg zu begleiten.

[Literatur] Kylie Scott: Rockstars bleiben nicht für immer (Stage Dive #3)

U_0002_1A_LYX_ROCKSTARS_BLEIBEN_NICHT_FUER_IMMER_03.IND8Inhalt
Jimmy Ferris ist ein Rockstar. Nachdem er sich aus dem Sumpf aus Sex und Drogen heraus gekämpft hat, bestehen seine Bandkameraden darauf, dass er einen Betreuer einstellt, der sich darum kümmert, dass er clean bleibt. Doch niemand hält es lange bei ihm aus. Gerade hat wieder jemand aufgegeben, als Stage Dive, die ganze Band, Zeuge wird, wie Lena von ihrem Boss, dem Manager der Band, gefeuert wird. Die Jungs haben die grandiose Idee, dass sie sich perfekt eignen könnte, um Jimmy im Auge zu behalten.
Lena macht einen guten Job und kommt mit Jimmy klar, auch wenn er mal aufbrausend ist. Gerade, als er sich an sie gewöhnt hat, eröffnet sie ihm, dass sie kündigen muss. Ihre Gefühle sind nicht mehr nur professioneller Natur. Damit kann Jimmy so gar nichts anfangen…

Kritik
Ich habe schon die ersten beiden Stage Dive-Bände richtig gern gelesen und fand diese Geschichte nun sogar noch besser.
Dass Jimmy ein schwieriger Kerl ist, wusste ich schon aus den anderen Bänden. Umso gespannter war ich darauf, wie sich diese Geschichte entwickeln würde. Eigentlich lebt er genau so, wie man es sich vorstellt. In einem goldenen Käfig. Dass seine und Davids Mutter (sein Bruder ist ebenfalls Mitglied der Band und war im ersten Buch der Protagonist) ihm das Leben früher zur Hölle gemacht hat und auch heute noch nicht anders ist, macht natürlich auch nichts besser. Seine Familie ist die Band und sonst hat er auch niemanden. Zumindest, bis Lena in sein Leben tritt, obwohl er das gar nicht will.
Lena hingegen ist im Moment ein wenig ziellos. Ihre Schwester wird bald ihren Exfreund heiraten, den sie ihr ausgespannt hat und nun wurde sie auch noch wegen einer Kleinigkeit gefeuert. Das Angebot, für Jimmy zu arbeiten kommt da gerade recht, da es auch einen Umzug mit einbezieht, der sie weit weg von ihrer Familie bringt.

Man merkt beim Lesen schon früh, dass Lena eine außergewöhnliche Heldin ist. Sie hat richtig Humor und nimmt sich sehr oft selbst in Gedanken auf die Schippe. Ich weiß noch, wann ich das letzte Mal so über eine Hauptfigur lachen musste und das ist schon lange her. Es macht richtig Spaß, die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben. Vor allem, weil Jimmy ein Tortured Hero der Extraklasse ist und die Autorin es auch unheimlich gut rüber bringt, dass er nicht – wie es in anderen Büchern häufig der Fall ist – ganz plötzlich von seiner Beziehungsunfähigkeit geheilt ist. Es ist ein langer, schmerzhafter Prozess. Es hätte mir richtig gut gefallen, einige der Szenen aus Jimmys Sicht zu lesen, denn man fragt sich sehr häufig, was in seinem Kopf vor sich geht. Immer weiß man als Leser nur das, was auch Lena weiß und das ist bei diesem störrischen Kerl weiß Gott nicht viel.

Dies ist eine ganz wunderbare Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Sie ist nicht einfach und sie tut weh und vermittelt trotzdem das Gefühl, dass es sich lohnt. Unbedingt lesen!
10/10 Punkte

Erschienen bei Lyx-Verlag, Oktober 2015
Originaltitel: Lead
384 Seiten
Taschenbuch 9,99 Euro
E-Book 8,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.egmont-lyx.de/

Stage Dive
1) Kein Rockstar für eine Nacht (David)
2) Wer will schon einen Rockstar? (Mal)
3) Rockstars bleiben nicht für immer (Jimmy)
4) Deep (Ben – noch kein deutscher Erscheinungstermin bekannt)

[Schottland] Tag 7: Edinburgh Castle

Unseren letzten Morgen in Schottland begannen wir in Lasswade nahe Edinburgh. Dort waren wir am Abend zuvor im Laird and Dog Inn eingekehrt, einem wirklich netten Gasthaus mit Pub. Das Zimmer war nicht hypermodern, aber sauber und absolut in Ordnung. Gerade dass direkt ein uriges Pub mit im Haus ist, machte das Ganze perfekt. Leckeres Essen und ein schönes Ale, so kann man den letzten Abend in Schottland doch ausklingen lassen.

edicastle5Für unseren letzten Tag, Sonntag, stand um 18 Uhr der Rückflug auf dem Programm. Also beschlossen wir, uns vorher Edinburgh anzusehen, da wir es am ersten Tag eilig hatten, unseren Roadtrip zu starten.
Wie ihr mittlerweile wisst, interessieren uns geschichtsträchtige besonders, weshalb wir natürlich zuerst das Edinburgh Castle angesteuert haben.
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edicastle2Wie man auf den Fotos erkennen kann, war dort sehr viel los. Auch hier war uns das schon wieder zu viel, wirklich extrem viele Touristen. Das Edinburgh Castle besteht nicht nur aus dem Castle selbst, sondern aus mehreren Gebäuden, die auf einem relativ großen Gelände auf dem Berg angesiedelt sind. Insgesamt kann man dort etliche Stunden verbringen.
In einer ehemaligen Kirche kann man sich Bücher voll mit den Namen der in den Weltkriegen gefallenen Schotten ansehen, außerdem diverse kleinere Ausstellungen, Kronjuwelen und das Gefängnis. edicastle4Dieses ist deshalb ganz interessant, weil es im Zweiten Weltkrieg noch Gefangene beherbergt hat und die Zellen so sind, wie man sie sich vorstellt. Niedrig, klein, kalt.
Das Edinburgh Castle selbst ist wirklich interessant, aber wir blieben nicht, um uns wirklich alles anzusehen, weil uns zu viel los war. Ich hatte ja schon bei unserem Stopp in Aberdeen erzählt, dass wir die Menschenmengen nicht mochten, nachdem wir tagelang durch die ruhigen Highlands gefahren sind.

Hier seht ihr noch die Aussicht vom Castle aus:
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Danach haben wir uns noch die Royal Mile angesehen, die bis dahin größte Ansammlung an Souvenirshops auf einem Haufen, die wir gefunden haben. Wir haben dann noch etwas gegessen und uns rechtzeitig auf den Weg zum Flughafen gemacht.
Hier endete unser Schottland-Urlaub. Es ist ein wirklich beeindruckendes Land und ich kann nur empfehlen, dass ihr es euch einmal anseht. Unser Fazit ist, dass die Highlands immer einen Besuch wert sind. Regelrecht zauberhaft ist es dort, man kann Zeit und Raum vergessen inmitten dieser großartigen Natur, die weitgehend unberührt zu sein scheint.
Die Ostküste würden wir uns beim nächsten Mal definitiv sparen, diese „Zivilisation“ haben wir zu Hause auch, da fehlt uns das Besondere.

Ich hoffe, ihr hattet Freude dabei, einen Einblick in unseren Trip durch Schottland zu erhalten.

Schottland in 7 Tagen
Tipps und Tricks für eine Rundreise
Tag 1: Doune Castle, Glen Coe-Tal
Tag 2: Eilean Donan Castle, Victoria Falls
Tag 3: Culloden, Clava Cairns
Tag 4: Elgin Cathedral, Biblischer Garten, Pennan
Tag 5: Peterhead, Aberdeen
Tag 6: Linlithgow Palace, Tantallon Castle
Tag 7: Edinburgh Castle

[Literatur] Book Challenge 1: Das beste Buch, das ich letztes Jahr gelesen habe

Ihr lieben,

weil ich die Idee schön finde, nicht immer nur über aktuelle Bücher zu schreiben, sondern auch mal querfeldein zu gehen, habe ich mir die „30 Days Book Challenge“ vorgenommen und werde so nach und nach alle 30 Tage abarbeiten. Ich glaube, eigentlich ist die Challenge dazu gedacht, einen Monat lang jeden Tag etwas zu veröffentlichen, aber ich mache das (wie immer) ein wenig anders, weil ich nicht einen Monat lang nur über Bücher schreiben will. Also werdet ihr immer mal wieder einen neuen Teil der Challenge hier bei mir sehen können.

An Tag 1 möchte ich euch nun das beste Buch zeigen, das ich letztes Jahr (2014) gelesen habe. Das ist schon wirklich schwer, weil ich in dem Jahr echt viele richtig gute Bücher gelesen habe. Deshalb würde ich gern zwei absolute Favoriten von mir zeigen:

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„Wait for you“ ist ein New Adult-Buch, das mich richtig geflasht hat. Viele gehen davon aus, dass New Adult nichts anderes wäre als Jugendbücher mit etwas älteren Hauptfiguren, doch das stimmt nicht. Tatsächlich behandeln NA-Bücher häufig sehr ernste Themen. In „Wait for you“ hat Avery etwas wirklich Schlimmes erlebt, was sich darin widerspiegelt, dass sie keine Beziehung zu Cam eingehen kann. Dies trennt die beiden fast. Die Art, wie die Autorin die Thematik behandelt geht unter die Haut, ohne dass es einen belastet oder vom lesen abschreckt. Das war wirklich ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte und bei dem ich traurig war, als es ausgelesen war.
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.piper.de/

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„Rock me“ war der erste Roman mit einem tätowierten Protagonisten, den ich gelesen habe. Genau genommen arbeitet Brian sogar in einem Tattoostudio und das hat mich interessiert. Mittlerweile erscheinen ja immer mehr Bücher mit solchen Hauptfiguren, aber vor einem Jahr war dies das erste, an das ich mich ran getraut habe. Umso begeisterter war ich dann, als ich feststellte, dass die Handlung insgesamt sehr genial ist. Candace ist behütet aufgewachsen und kennt Brian eigentlich schon lange. Da er jedoch durch seine Körperkunst das schwarze Schaf seiner wohlhabenden Familie ist, haben die beiden eigentlich keinen Kontakt mehr, seit sie erwachsen sind. Aus einem Akt der Rebellion lässt sich Candace von Brian tätowieren und dabei merken beide, dass es bei ihnen funkt. Man merkt es vielleicht, die Problematik des Buches besteht zu einem guten Teil aus Good Girl/Bad Boy und den Vorurteilen von Candace‘ Familie. Aber ich liebe diesen Plot! Die Geschichte liest sich in einem weg, wahnsinnig toll geschrieben.
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.egmont-lyx.de/

Ich hoffe, ich konnte euch neugierig auf meine Highlights aus 2014 machen. Oder habt ihr sie vielleicht schon gelesen?

[Film] Fack ju Göthe 2

FackjuGöthe2Inhalt
Zeki Müller arbeitet nach wie vor an der Goethe-Gesamtschule und führt mittlerweile eine Beziehung mit Elisabeth Schnabelstedt, doch so ganz glücklich ist er nicht. Er zweifelt daran, dass der Beruf des Lehrers wirklich das Richtige für ihn ist. Da kommt es ihm gelegen, dass er die Beute eines ehemaligen Raubzuges eines Freundes findet und so ein neues Leben beginnen kann. Damit das nicht auffliegt, will er zunächst noch einige Zeit Gras über die Sache wachsen lassen und versteckt die Diamanten.
Durch einen mehr als dummen Zufall landen sie in einem Spendencontainer, der nach Thailand verschifft wird.
Da bleibt nur eins: Klassenfahrt nach Thailand!

Kritik
Den ersten Film fand ich ja grandios. Selten habe ich mich bei einem deutschen Film so köstlich amüsiert. Gerade weil man sich dann extra viel von einer Fortsetzung erwartet, bin ich mit weniger hohen Erwartungen ins Kino gegangen, um nicht enttäuscht zu werden. Aber zum Glück habe ich mich auch diesmal sehr gut amüsiert.

Natürlich ist die Story grundsätzlich sehr weit her geholt. Aber als Komödie muss der Film auch nicht unbedingt realistisch sein, man will ja gut unterhalten werden. Elyas M’Barek macht wieder einen guten Job und auch die Kids haben die Lacher auf ihrer Seite. Einfach herrlich, wie das Schulsystem erneut auf die Schippe genommen wird.
SPOILER! Ein bisschen schade fand ich schon, dass Elisabeth nicht mit nach Thailand gekommen ist, denn gerade sie hat in Kombination mit Zeki hohen Unterhaltungswert.

Hirn ausschalten, gute Unterhaltung einschalten und einfach mal herzlich lachen. Das ist meine Empfehlung für diesen Film.

[Beauty] trend IT UP Nagellack von DM im Test! (+ Good to go-Überlack)

IMG_20150925_175441Obwohl ich weiß, dass auf meinen dünnen Fingernägeln nur der Essie-Lack ordentlich hält, probiere ich doch hin und wieder einen anderen Nagellack aus. Die Neugierde eben…
Diesmal hatte ich Zeit, mir im DM die große Auswahl an trend it up-Lacken anzusehen. Ich bin mir gar nicht sicher, wie lange es die eigentlich schon gibt, aber allzu lange dürfte es nicht sein. Jedenfalls ist die Farbauswahl wirklich schön, da dürfte für jeden was dabei sein.
Lackiert habe ich diese schöne Farbe, den Double Volume and Shine Nr. 250:
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Die Haltbarkeit lag bei zwei Tagen, dann begann er langsam abzusplittern, was für meine Nägel schon gar nicht schlecht ist.
Hier seht ihr auch einmal den Pinsel:
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Insgesamt für den Preis (etwa 2,50 Euro, je nach Produkt aus der Theke) durchaus zu empfehlen.

Zum ersten Mal benutzt habe ich hier den Good to go-Überlack von Essie und der hat mich wirklich überzeugt. Er trocknet sehr schnell und verhindert, dass man sich dann noch Macken in die Nägel haut, was mir sonst häufiger passiert. Also Daumen hoch für diesen Topcoat!

[Literatur] Leisa Rayven: Wohin du auch gehst (Bad Romeo & Broken Juliet #1)

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Cassandra und Ethan sind Schauspieler. Sie kennen sich bereits seit sie gemeinsam die Schauspielschule besucht haben und schon immer hat sie ein sehr kompliziertes Verhältnis verbunden.
Cassandra war damals jung, naiv und absolut fasziniert vom geheimnisvollen Ethan. Dieser versuchte, sie auf Abstand zu halten, was jedoch nicht gelang. Beide haben deshalb damals sehr gelitten und für Cassandra ist eins völlig klar: Sie darf sich von Ethan nie mehr das Herz brechen lassen!
Umso unglücklicher, dass beide nun erneut die Rollen spielen müssen, die sie bereits so oft zusammen gebracht haben: Romeo und Julia…

Kritik
Das Buch ist mir in der Buchhandlung sofort ins Auge gesprungen. Das Cover ist sehr liebesvoll gestaltet und die Worte „Bad Romeo & Broken Juliet“ sind mir direkt aufgefallen. Ich hatte schon immer eine Schwäche für diese Thematik und deshalb habe ich es gewagt, das Buch mitzunehmen, obwohl es aussah, als könnte sich darum ein Hype entwickeln und das bedeutet für mich immer: Entweder werde ich es großartig oder ganz furchtbar finden.

Diese Geschichte kombiniert viele Dinge, die ich sehr gerne lese. Eine Heldin, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt, einen geheimnisvollen, leidenden Helden und eine beeindruckende Liebesgeschichte.
Cassandras Entwicklung wird unheimlich gut dargestellt. Mit 19, als sie auf die Schauspielschule kommt, ist sie furchtbar naiv und glaubt, sie könnte Ethan verändern, wenn er es nur zuließe. Sechs Jahre später, in der Gegenwart, ist sie viel realistischer und leider auch verbitterter. Zunächst erfährt man nur, dass Ethan sich von ihr sehr unschön getrennt hat. Das Buch ist aufgeteilt in Sequenzen, die vor 6 Jahren spielen und solchen, die in der Gegenwart liegen. Damit habe ich schon häufig schlechte Erfahrungen gemacht, weil ich die Vergangenheit manchmal langweilig fand. Doch hier liest man wirklich beides unheimlich gern, es ist sehr intensiv und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Erst langsam entfaltet die Autorin die Ereignisse in der Vergangenheit, die dazu geführt haben, dass Cassie heute am liebsten weglaufen möchte, als sie Ethan wiedersieht.

Ethan ist ein schwieriger Charakter. Er will sich nicht verlieben, er will keine Beziehung. Aber sein Kampf dagegen ist schon richtig süß, weil er dabei so ehrlich ist in seiner Erschütterung darüber, was er für Cassie empfindet.

Das Buch endet quasi mit einem Cliffhanger, denn im Oktober wird der zweite Band (Ich werde immer bei dir sein) erscheinen, der die Geschichte weiter erzählt. Da dies jedoch bald ist, muss man sich nicht darüber aufregen, dass man ein Jahr warten muss, wie es bei anderen Serien oft der Fall ist.
Insgesamt lässt sich das Buch sehr gut lesen und entfaltet wirklich vielschichtige Charaktere, deshalb kann ich es nur empfehlen.
9/10 Punkte

Erschienen im S. Fischer-Verlag, Juli 2015
Originaltitel: Bad Romeo
496 Seiten
Tachenbuch 14,99 Euro
E-Book 12,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.fischerverlage.de/