[Filmkritik] Young Adult

Ich schaue viele Filme. Hierbei geht es mir nicht unbedingt um große filmische Kunst, sondern schlicht und einfach um eins: unterhalten zu werden. Manchmal findet man etwas richtig Gutes, manchmal eben auch nicht. Ich weiß, dass viele diesen Streifen mögen, das ist jedoch meine Meinung dazu.

Der Inhalt
klang vielversprechend: Mavis ist 37 Jahre alt und lebt in Mineapolis. Sie ist eine relativ erfolgreiche Autorin einer Jugendbuchreihe, aber ihrem Leben scheint etwas zu fehlen. Sie lebt den immerselben Trott und ist unglücklich.
Da bekommt sie eine E-Mail, die ihr mitteilt, dass ihr früherer Jugendfreund und seine Frau ein Baby bekommen haben. Immer wieder muss sie das Foto anschauen und entschließt sich, in ihre Heimatstadt, eine Kleinstadt, zurück zu fahren und sich Buddy zurückzuholen. Doch das läuft nicht so wie geplant…

Das Cover
der DVD fand ich ebenfalls sehr vielversprechend. Charlize Theron ist darauf gekleidet, wie eine junge Erwachsene und zeigt eine skeptische Miene. Super, dachte ich. Das verspricht einen lustigen Film über das Erwachsen-sein und den nie verschwindenden Wunsch, die unbeschwerten Jugendjahre nochmal zurück zu bekommen.

Die Darsteller
sind wirklich gut ausgewählt. Charlize Theron, eine Oscargewinnerin, von der man weiß, dass sie Charakterrollen darstellen kann. Ihr Kontrapart ist Patton Oswalt, der den meisten aus King of Queens bekannt sein dürfte. Er ist ihr genaues Gegenteil, klein, untersetzt, eben der Typ, von dem man erwartet, dass er sich lächerlich macht. Dass seine Rolle in diesem Film jedoch anders ausgelegt wird, ist erfrischend überraschend.
Auch die anderen Nebenfiguren sind gut besetzt.

Und nun das Problem dieses Films:
Die Handlung
Schon früh denkt man sich: Wann passiert denn hier eigentlich mal wirklich was???
Die Handlung schippert ohne wirkliche Highlights einfach so vor sich hin. Für die einzigen Schmunzler sorgt hin und wieder Mavis, bei der man sich irgendwann wirklich nicht mehr sicher ist, ob sie nicht doch verrückt ist.
Aus vielen kleinen Nebenhandlungen (z.B. der Begegnung mit ihren Eltern) hätte man wesentlich mehr machen können. Was aber am enttäuschendsten ist, ist das Ende des Films, denn hier hat man wirklich das Gefühl, dass sich nichts verändert hat, Mavis‘ Leben geht so weiter wie es zu Beginn des Films war. Langeweile ist das Gefühl, das bei diesem Film am ehesten aufkommt. Schade.

Fazit
Die Ich-hole-mir-meinen-Ex-zurück-Szenerie wurde in anderen Filmen wesentlich besser aufgearbeitet als es hier der Fall ist. Sicher ist der Film mit einem Augenzwinkern zu sehen, aber das ändert nichts daran, dass er schlicht und einfach nicht unterhaltsam ist.
Nur für Fans der Darsteller, ansonsten kann man sich das sparen!

Habt ihr den Film gesehen? Wie fandet ihr ihn?

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2 Gedanken zu “[Filmkritik] Young Adult

  1. Ich empfand den Film auch eher als langatmig und nicht besonders fokussiert, was schade ist, weil es eigentlich bei solch einer Thematik durchaus interessante Erkenntnisse zu zeigen gibt. Obwohl ich Charlize ansich mag, bin ich auch mit ihrer Rolle überhaupt nicht warm geworden. Schade, schade.

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    • Danke für den Kommentar. Ich hatte vor einer Weile auch eine Rezension dazu beim großen A veröffentlicht, die regelrecht zerrissen wurde. Gut zu wissen, dass ich nicht alleine mit meiner Meinung da stehe,

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