[Literatur] Bookquote Jessica Winter

Es gab mal eine Zeit, da habe ich unheimlich viele Zitate aufgeschrieben, während ich gelesen habe. Vielleicht ist es die wachsende Erfahrung, die es heute eher selten macht, dass mir bestimmte Worte tatsächlich als bemerkenswert auffallen. Aber diese Textstelle aus „Bis du wieder atmen kannst“ blieb mir im Gedächtnis haften und hat mich beschäftigt. Ich bin nicht übermäßig gläubig und hadere schon lange mit der Frage, ob es überhaupt einen Gott geben soll. Doch dieses Zitat ging mir sehr nahe, deshalb möchte ich es hier widergeben.

Der Punkt ist, du bist noch einzigartiger als der Komet, denn dich wird es nie wieder geben. Nur du bringst etwas in diese Welt ein, was sonst niemand einbringen könnte. Selbst wenn es vielleicht bloß in deinem eigenen kleinen Umfeld geschieht. Wenn du es nicht tust, ist es nicht da. Es gibt keinen Plan B, keinen Ersatzmann für das, was du machen wirst. Du wirst gebraucht und bist ein Schatz für Gott, denn er hat einen Plan mit dir.

Aus „Bis du wieder atmen kannst“ von Jessica Winter.

http://www.jessica-winter.com/

[Literatur] Jahreshighlights 2015

Heute zeige ich euch meine Lieblingsbücher des Jahres 2015. Zu einem Lieblingsbuch wird man bei mir, wenn ich es
1. nicht mehr aus der Hand legen kann
2. auch zu Zeiten lesen muss, zu denen ich mir sonst nicht die Zeit dafür nehme
3. die Geschichte mich richtig gefangen nimmt.

Besucht für Inhaltsangaben bitte die Verlagsseiten, ich will den Beitrag nicht länger machen als ich muss, weil dieses Jahr doch einige Bücher zusammen gekommen sind. Wenn ich eine verfasst habe, verlinke ich euch auch meine Rezension zum Buch.
Hier also meine Highlights in der Reihenfolge, in der ich sie dieses Jahr gelesen habe:

f2fd880b26Hier hatte ich schon den ersten Band „My favorite Mistake“ gern gelesen. Genau die richtige Portion Drama und Liebe, um den kalten Januar zu überbrücken. Nur den Namen des männlichen Protas – Dusty – fand ich sehr gewöhnungsbedürftig 😉
(Mira Taschenbuch)

csm_produkt-10503_1795924921Nachdem ich schon „Beautiful Disaster“ geliebt habe, wollte ich auf jeden Fall auch die Bücher um seine Brüder lesen. Den Anfang machte dieses Jahr Trenton und der kann auf jeden Fall mit seinem Bruder mithalten. Wahnsinnig gutes Buch! Unbedingt lesen, sage ich da nur.
-> Rezension
(Piper Verlag)

produkt-10605Band Nummer 4 der Stay with me-Serie war der erste, der nicht mehr am College gespielt hat. Mit der Hauptfigur Calla bin ich zurück in ihre Heimatstadt und habe neue Charaktere kennengelernt. Genau wie die Bände davor, hat mir auch dieser wahnsinnig gut gefallen. J. Lynn erschafft wirklich realistische Figuren und mitreißende Geschichten.
-> Rezension
(Piper Verlag)

U_9504_1A_LYX_WER_WILL_SCHON_EINEN_ROCKSTAR_02.IND8Mein zweites Rockstar-Buch. Wer war nicht irgendwann in der Jugend mal Fan einer Band und hat sich vorgestellt, was passieren würde, wenn man denen mal begegnet (also zumindest die Mädels sind hier angesprochen)? Die Geschichte las sich dann auch in einem Rutsch weg und war wahnsinnig unterhaltsam. Wie auch die anderen beiden Bände der Serie, die bisher erschienen sind und mir sehr gut gefallen haben.
-> Rezension
(Egmont Lyx Verlag)

U_9741_1A_LYX_TRUE_WOHIN_DU_AUCH_GEHST_03.IND8Der dritte Band der True Believers und ich habe wirklich jedes Buch gerne gelesen. Wie ihr auch in meinen Rezensionen nachlesen könnt, schreibt Erin McCarthy sehr realistisch, sie schmückt nicht sonderlich aus oder entwirft eine blumige Welt voller Herzschmerz. Ihre Charaktere haben Fehler und meistens schon so einiges mitgemacht. So ist es auch in diesem Buch. Phoenix zum Beispiel kommt gerade aus dem Gefängnis und hat relativ wenig Perspektiven, während Robin ein eher unbedarftes Mädchen ist, das sich aber sehr von ihm angezogen fühlt. Man muss diese Autorin unbedingt ausprobieren, sonst hat man was verpasst!
-> Rezension
(Egmont Lyx Verlag)

269245502cUnter „Foreplay“ habe ich mir etwas ganz anderes vorgestellt, als dann kam. Ich erwartete eine lockere Collegeromanze, die unterhaltsam und leicht zu verdauen ist. Tatsächlich bekam ich eine fesselnde Liebesgeschichte, die unter die Haut ging. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie ich mit riesigen Augen das Buch zugeklappt habe, nachdem ich fertig war. Und damit hatte ich noch eine Autobuy-Autorin.
-> Rezension
(Mira Taschenbuch Verlag)

hope_forever-9783423716062Wenn ich hier so mein Lesejahr Revue passieren lasse, wundere ich mich tatsächlich, was für tolle Bücher ich gelesen habe. Ein wenig unerwartet war das bei „Hope Forever“. Ich habe „Weil ich Layken liebe“ geliebt, aber den Nachfolger fand ich dann ein wenig mau, weshalb ich mir nicht sicher war, ob die Autorin das Niveau ihres ersten Romans nochmal erreichen könnte. Und ja, sie kann! „Hope Forever“ ist eine sehr intensive Geschichte, nicht wegen der Lovestory, sondern wegen dem Hintergrund, der sich nach und nach aufdeckt. Wahnsinn!
-> Rezension
(dtv Verlag)

Nennt mit gern auch mal eure absoluten Highlights des Jahres 2015. Und viel Spaß im Lesejahr 2016 🙂

[Literatur] Ein Buch, das mich traurig macht (Book Challenge 6)

 

Da es nur eine Handvoll Bücher gab, die mich wirklich traurig gemacht haben – vor allem, weil ich eigentlich keine Bücher anfange, bei denen ich das vorher schon weiß – fiel meine Wahl dieses Mal auf eines meiner absoluten Lieblingsbücher und nebenbei einem der besten, die ich je gelesen habe.

Die Liebenden von Leningrad von Paullina Simons

„Die Liebenden von Leningrad“ erzählt die Geschichte von Tatiana, einem jungen russischen Mädchen (soweit ich mich erinnere etwa 18 Jahre alt) und einem russischen Soldaten Anfang 20 (der eigentlich kein Russe ist, wie sich herausstellt und was einen großen Teil des Konflikts ausmacht). Die beiden begegnen sich um die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Leningrad und verlieben sich ineinander. Obwohl es über zehn Jahre her ist, dass ich das Buch gelesen habe, erinnere ich mich noch genau daran, wie großartig die Autorin diese Liebe geschildert hat. Wie ehrlich und aufrichtig sie mir vorkam und wie bedingungslos. Aber vor allem erinnere ich mich daran, dass ich mitgefiebert habe, als beide durch die Widrigkeiten ihrer Zeit getrennt werden und dennoch alles dafür tun, zusammen bleiben zu können. Eine Liebesgeschichte, die mich mehr gefesselt hätte, habe ich selten gefunden. Das Ende hat mich regelrecht zerstört und ich weiß noch, dass ich einige Zeit daran zu knabbern hatte, wie traurig das Buch endete. Glücklicherweise gab es dann doch noch zwei Fortsetzungen, letztendlich war dies nämlich nur der erste Band einer Trilogie, aber davon wusste ich zu dem Zeitpunkt, als ich „Die Liebenden von Leningrad“ gelesen habe noch nichts.

Also wer mal eine wirklich großartige Liebesgeschichte lesen will, sollte zu diesem Buch greifen!

Weitere Infos findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne/30000.rhd

[Literatur] Ein Buch, das mich glücklich macht (Book Challenge 5)

Ich gehöre zu der Generation Mädchen, die mit 15/16 unheimlich gern Dawson’s Creek angesehen hat. Falls ihr es nicht kennt, es war eine TV-Serie, die Ende der 90er Jahre gestartet ist und in der es im Kern um vier befreundete Jugendliche ging, die sich gemeinsam durch die High School und die erste (und zweite…) Liebe schlagen. Wenig spektakulär, aber ich habe sie geliebt, weil die Serie absolut zu meinem damaligen Leben gepasst hat. Erste Liebe, Angst und Aufregung wegen der nahenden, ungewissen Zukunft etc.
Daher verwundert es auch nicht wirklich, dass ich ein Buch über High School-Schüler vorstelle, das mich glücklich macht:

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Da ich ganz offenbar nicht mehr unter 20 bin, mag es verwundern, warum gerade dieses Buch mich glücklich macht, aber es ist eine ganz simple, süße Liebesgeschichte. Ohne extreme Spannung oder wahnsinnige Verwirrungen, einfach und ehrlich. Die Geschichte hat mich richtig in diese Zeit zurück versetzt, als ich selbst zum ersten Mal verliebt war und für ein paar Stunden durfte ich mich nochmal so fühlen. Großartig!

Weitere Infos findet ihr hier: http://annakatmore.com/deutsch/

 

 

[Film] Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

Viele, viele Monate musste wir nun auf den letzten Teil der Panem-Saga warten. And here it is!

Inhalt
Nachdem Peeta aus der Gefangenschaft im Kapitol gerettet werden konnte, wird klar, dass er eingewebt wurde. Das bedeutet, für ihn ist Katniss nun eine Gefahr und er wurde darauf programmiert, sie zu töten. Für Katniss ist diese Erkenntnis niederschmetternd und verstärkt in ihr den Wunsch, Präsident Snow endgültig zu stürzen. Ein letztes Mal begibt sie sich auf den Weg, als Spotttölpel ihrem größten Feind entgegen zu treten…

Kritik
Schon an meiner sehr knappen Zusammenfassung des Inhalts sieht man, dass ich mich redlich bemühe, nicht zu viel von der Handlung zu verraten, da ich ungern spoilern möchte. Dennoch ist es ratsam, die Kritik lieber nicht zu lesen, wenn man absolut gar nichts über die Geschehnisse im Film erfahren möchte.

Nachdem ich die Bücher alle drei etwa ein Jahr vor Erscheinen des ersten Filmes gelesen hatte, war ich sehr positiv überrascht, dass ich den ersten Film wirklich gut fand, da mich das erste Buch der Trilogie nicht wahnsinnig vom Hocker gehauen hat (die anderen beiden fand ich besser). Tatsächlich empfinde ich die Reihe nach wie vor, was die Schauspieler angeht, wahnsinnig gut besetzt und habe darauf gehofft, dass das Ende einfach so gut wird, wie die anderen Filme.
Vor wenigen Monaten habe ich mir den zweiten Teil des dritten Bandes nochmal zu Gemüte geführt, um darauf vorbereitet zu sein, was im Film passieren wird. Das Ende des Buches ist zwar durchaus spannend (und ja, ich hab mir diese Spannung ein wenig mit meinem Reread zerstört), aber genau wie der Film schlägt auch das Buch auf den letzten Seiten ganz leise Töne an. Ich persönlich empfinde das als guten Abschluss einer Kernhandlung, die einen in Atem gehalten hat. Aufgrund der vielen Verrisse, die ich schon gelesen habe, kann ich aber auch nachvollziehen, warum es manchen an Action gefehlt hat.
Falls jemand auch die Twilight-Reihe gelesen und gesehen hat, ist demjenigen aufgefallen, dass der Endkampf gegen die Volturi im Film ganz (!) anders gestaltet wurde, als im Buch. Das führte damals dazu, dass sogar ich im Kino absolut geflasht war. Und genau so etwas hatte ich mir irgendwie auch für Panem erhofft. Leider wurde das Ende doch recht nah am Buch umgesetzt, was für mich jetzt kein Drama ist, aber so auch wenig Überraschungen bereit hielt, wenn man das Buch schon kannte.

Fazit
Durchaus empfehlenswerter Abschluss, der mich zufrieden gemacht hat. Die Special Effects sind gekonnt umgesetzt und die Schauspieler verstehen nach wie vor ihr Handwerk. Nicht entgehen lassen!

[Literatur] Caragh O’Brien: Die Stadt der verschwundenen Kinder (Birthmarked #1)

Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh M OBrienInhalt
Gaia Stone ist sechzehn Jahre alt und Hebamme. Sie wohnt in dem Ort Wharfton, wo das Leben mitunter beschwerlich und voller Entbehrungen ist, weil die Menschen hier abhängig von der Enklave sind. Dies ist ein Ort, umgeben von einer Mauer, wo die Menschen in wesentlich besseren Verhältnissen leben. Jeden Monat müssen alle Hebammen die ersten drei Kinder vorbringen“, welche sie entbunden haben. Nach ihrer ersten eigenständigen Entbindung kehrt Gaia nach Hause zurück und muss feststellen, dass ihre Eltern von der Enklave verhaftet wurden. Nach vielen Tagen des Wartens beschließt sie, etwas Verbotenes zu tun: Sie will sich Zugang zur Enklave verschaffen, um ihre Eltern zu suchen…

Kritik
Der Klapptext dieses Jugendromans hat mich sofort angesprochen. Endlich einmal ein neuer Plot, etwas das man noch nicht zehn Mal gelesen hat.

Die Enklave stellt sich zu Beginn des Buches als ein geheimnisvoller Ort dar. Niemand weiß genau, was sich hinter den Mauern verbirgt und was mit den vorgebrachten Kindern geschehen ist. Man fiebert regelrecht dem Moment entgegen, in dem man endlich herausfindet, was sich hinter der Mauer verbirgt.

Gaia ist eine sympathische Hauptfigur und wirkt meist wesentlich älter als ihre sechzehn Jahre. Richtig spannend wird die Geschichte, als sie heimlich in die Enklave geht, um ihre Eltern zu suchen. Empfehlen würde ich dieses Buch für junge Leser ab etwa 14 Jahren. Ein sehr gelungenes Jugendbuch, da es nicht nur Unterhaltung vom Feinsten liefert, sondern ebenso moralische Fragen aufwirft, über die sich der Leser bzw. die Leserin automatisch auch Gedanken macht. Die Autorin versteht es, viele Sachverhalte so darzustellen, dass man beide Perspektiven nachvollziehen kann, so dass die Grenzen zwischen Richtig und Falsch nicht immer klar zu erkennen sind.

Integriert in die Geschichte ist auch eine kleine Lovestory, die mir sehr gut gefallen hat. Die männliche Hauptfigur ist Leon, ein Soldat aus der Enklave, der zunächst geheimnisvoll wirkt, bei dem man aber schnell merkt, dass er es gut mit Gaia meint.

Die Autorin versteht ihr Handwerk, die Seiten fliegen nur so dahin. Da das Buch der erste Band einer Trilogie ist, kann ich schon mal so viel verraten: Wenn man am Ende der Geschichte angelangt ist, will man sofort mit dem zweiten Band – Das Land der verlorenen Träume“ – weitermachen.
Ein wirklich tolles Buch, geeignet für Jugendliche und Erwachsene, mit Spannung, Herz und interessanten medizinischen Fakten. Absolut zu empfehlen!
10/10 Punkte

Erschienen im Heyne-Verlag, März 2013
Originaltitel: Birthmarked
480 Seiten
Taschenbuch: 8,99 Euro
E-Book: 7,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne-fliegt/30700.rhd