[Beauty] Nageldesign Rebel Stripes

Nachdem ich lange keine Lust (und Zeit) für Nageldesigns hatte und einfach nur ohne viel Schnickschnack lackiert habe, entdeckte ich gestern im DM folgendes Tool:

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Wie man sieht, habe ich es nach der Benutzung fotografiert. Jedenfalls beinhaltet das Päckchen drei kleine Schwämme für Gradients oder um Glitzer aufzutragen, was für uns aber heute nebensächlich ist. Viel interessanter ist der Stift, der dabei ist. Die Spitze sieht aus wie eine dicke Pinselborse und ist flexibel. Sie kann dazu genutzt werden, Punkte (was aber meines Erachtens besser mit dem Dottingtool funtioniert) und Striche auf die Nägel zu ziehen.

Als Grundfarbe suchte ich mir Sittin Pretty von Essie aus, ein richtig schöner Fliederton aus der Neon LE 2014 (allerdings ist der Ton meines Erachtens kein Neon-Ton):

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Natürlich war mir klar, dass ich die Streifen beim ersten Versuch nicht so akkurat hin bekommen werde. Deshalb habe ich mich von vornherein dazu entschieden, ein wildes Design zu versuchen. Und ich finde, es hat ganz gut geklappt:

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Hierfür eignet sich dieses Tool wirklich gut. Da die Borste nicht gleichmäßig dick ist, sondern nach oben hin dünner wird, dürfte es relativ schwierig sein, tatsächlich akkurate Linien damit auf den Nagel zu ziehen. Aber zum Malen eignet sie sich wirklich gut.
Für die Streifen habe ich den klassischen weißen Lack von Essence und Bell Bottom Blues von Essie verwendet.

Ich hoffe, euch gefällt das Design ein wenig!

[Literatur] Caragh O’Brien: Das Land der verlorenen Träume (Birthmarked #2)

Das Land der verlorenen Traeume von Caragh M OBrienInhalt
Nach ihrer Flucht aus der Enklave, begibt sich die junge Hebamme Gaia Stone ins Ödland. Sie ist auf der Suche nach dem Toten Wald – dem Ort, an den ihre Großmutter angeblich vor vielen Jahren verschwunden ist.
Als Gaia den Ort Sylum findet, ist sie zunächst sehr erstaunt, wie anders das Leben hier ist. Jeder hat genug zu essen und die Gemeinschaft hält zusammen. Doch am erstaunlichsten: In Sylum herrschen die Frauen, allen voran die Matrarch, der jeder zu gehorchen hat. Hier herrschen andere Regeln und es fällt Gaia nicht leicht, sich an diese zu halten.
Doch in Sylum hat man auch Probleme: Seit Jahren werden immer weniger Mädchen geboren, so dass es viel zu viele Männer gibt und die Stadt auszurotten droht. Auch aus diesem Grund erfährt Gaia hier eine ganz andere Aufmerksamkeit, als sie es von früher kannte: Sie ist sehr begehrt unter den Männern der Stadt. Brenzlig wird die Situation, als Leon auftaucht, der ihr aus der Enklave gefolgt ist, um sie zu suchen…

Kritik
Zunächst war ich vom Klapptext dieses zweiten Bandes nicht besonders angetan. Ich bin kein Freund davon, dass die Hauptfigur in ein komplett neues Umfeld verpflanzt wird, denn man möchte als Leser ja wissen, wie es auch mit den anderen Figuren weitergeht, die man kennengelernt hat. Doch erneut hat es Caragh O’Brien geschafft, mich durch ihren Einfallsreichtum und ihren Schreibstil einzufangen.

Gaia kommt in eine völlig neue Welt, mit anderen Werten und Gesetzen. Doch sie bleibt sich treu und versucht auch hier – wie bereits im ersten Band in der Enklave – gegen Zustände vorzugehen, die ihr ungerecht erscheinen. Viele Rezensionen, die ich bereits zu diesem Buch gelesen habe, erweckten den Eindruck, Sylum sei ein unmenschlicher Ort. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen, denn wenn man sich auf die Gegebenheiten einlässt, kann man die Menschen gut verstehen. Natürlich wird auch hier der Leser erneut mit seinen eigenen moralischen Vorstellungen ins Gericht gehen müssen, denn wieder schafft es die Autorin, dass man die Beweggründe beider Seiten verstehen kann.

Das Buch ist ein Pageturner. Einen Punkt Abzug in der Bewertung gibt es einfach, weil mich brennend interessiert, was in der Enklave passiert und man dazu nur noch sehr wenige Informationen erhält. Doch auch hier sei wieder gesagt: Man wartet nach dem Ende des Buches mit brennender Ungeduld auf den dritten und letzten Band der Trilogie. Es bleibt spannend!
9/10 Punkte

Erschienen im Heyne Verlag, Februar 2012
Originaltitel: Prized
464 Seiten
Taschenbuch: 8,99 Euro
E-Book: 7,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: Heyne Verlag

[TV-Tipp] Crime: Bones und Castle – ein Vergleich

Ich habe schon einige Jahre Bones geschaut, bevor ich mit Castle begonnen habe. Beide Serien sind auf ihre Art genial, wer eine von beiden oder keine (gibt es das?) kennt, darf auf den folgenden Vergleich gespannt sein.

Bones
Das Großartige an Bones ist die Komplexität. Temperance Brennan (gespielt von Emily Deschanel) ist forensische Anthropologin. Das heißt, sie beschäftigt sich mit Knochen. Dort, wo der normale Gerichtsmediziner an seine Grenzen stößt, kommt sie ins Spiel. Tempe ist sowohl genial, ich würde meinen, die Beste auf ihrem Gebiet, gleichzeitig aber auch in ihrem Sozialverhalten etwas eingeschränkt. Eben so, wie man sich einen echten Nerd (weit ab von der leicht satirischen Variante, die man aus The Big Bang Theorie kennt) vorstellt. Die Serie setzt dort an, wo das FBI ihre Hilfe bei einem Fall braucht. So wird sie die Partnerin von Agent Seeley Booth (David Boreanaz). Gemeinsam lösen sie – mit Hilfe ihres forensischen Teams im Jeffersonian Institute – brisante Fälle rund um Morde, die vor nicht allzu langer Zeit geschehen sind, bis hin zu solchen, die bereits Jahre zurück liegen. Nach anfänglichen „Murder of the Week“-Folgen gibt es in den späteren Staffeln auch folgenübergreifende Handlungsstränge, die einem gefallen müssen. Jedoch wird die Serie hervorragend von der Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren getragen.

Castle
Castle ist dagegen, was die Rahmenhandlung betrifft, ein wenig einfacher gestrickt. Richard Castle (Nathan Fillion) ist ein erfolgreicher Krimiautor, der vom NYPD befragt wird, als Morde nach dem Vorbild seiner Bücher begangen werden. Dabei lernt er Detective Kate Beckett (Stana Katic) kennen und ist fasziniert von ihr. Was wäre, wenn er für seine Bücher direkt beim NYPD recherchieren könnte? Beckett ist alles andere als begeistert von Castle, der ihrer Meinung nach „wie ein siebenjähriger auf Zuckerschock“ ist. Da er aber gut mit dem Bürgermeister befreundet ist, kann er die ungewöhnliche Partnerschaft durchsetzen und so beginnt das ungleiche Gespann, Morde aufzuklären.
Der Reiz dieser Serie ergibt sich definitiv aus dem Witz der Dialoge zwischen Beckett und Castle. Im Laufe der Staffeln werden auch die Fälle interessanter und man investiert immer wieder Zeit, um die Hintergrundgeschichten der Figuren (auch der Nebenfiguren) zu beleuchten, was wirklich interessant ist.

Vergleich
Ich hatte ehrlich gesagt, als ich mit Castle angefangen habe, eine ähnlich spezielle Serie wie Bones erwartet. Bei Bones geht es nicht um herkömmliche Polizeiarbeit, sondern um Mordfälle, bei denen die Polizei mit der normalen Spurensuche nicht mehr weiter kommt. Hier werden Mikrospuren an Knochen untersucht, aber auch kleinste Spuren von Sporen, Pflanzen oder z.B. Larven führen zur Wahrheit. Allein die Ermittlungsarbeit ist wahnsinnig spannend und die Haupt- und Nebendarsteller sind sehr gut ausgesucht und sorgen dafür, dass man regelrecht süchtig nach der Serie wird.
Aus diesem Grund war ich nach der ersten Folge von Castle auch ein wenig enttäuscht. Auf den ersten Blick ist dies eine klassische Polizeiserie. Das NYPD ermittelt auf die jedem bekannte Weise, die man schon x-mal gesehen hat und die wesentlich weniger raffiniert ist als bei Bones. Den ersten Reiz dieser Serie – und auch den Ansporn, über die erste Folge hinaus weiter zu sehen – liefert tatsächlich Richard Castle. Ein frecher, kluger und gewitzter Krimiautor, der sich ins NYPD reinschmuggelt und sich an eine knallharte Ermittlerin hängt. Der Namensgeber der Serie macht hier tatsächlich den Hauptreiz aus. Einfach nur bei Polizeiarbeit zuzusehen ist langweilig. Aber er bringt Schwung in die Sache und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen.
Im Laufe der Zeit werden auch die Nebenfiguren gut aufgebaut und die Serie wird tatsächlich im Laufe der Staffeln immer besser und spannender.

Fazit: Castle oder Bones?
Ganz klar: Castle UND Bones! Beide Serien verbindet die Verbrechensbekämpfung, und doch sind beide ganz unterschiedlich, was aber keine schlechter als die andere macht. Im Gegenteil garantieren tatsächlich beide viele Stunden spannender Unterhaltung.

[Lyrik] Denn du bist ein Teil von mir

Ich bin dein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn du gehst, bleibst du bei mir,
denn du bist ein Teil von mir und ich gehör zu dir.

Du bist mein Kind,
ich bleib bei dir, uns kann niemand trennen.
Selbst wenn ich geh, bleib ich bei dir,
denn ich bin ein Teil von dir und du gehörst zu mir.

-S.Ko-

(Egal, ob man selbst Mama oder das Kind einer Mama ist, die Verbindung ist immer besonders)

[Zitat] Colours

This world is not made of shades of grey. It is made of colours like azure and coral and emerald and marigold. But it insists on painting everything in black and white and fitting it into boxes that it understands. Do not do that to yourself. Paint your personality a million different colours. Leave them scratching their heads, unsure of how to handle the magic that you are.

-Nikita Gill-

Übersetzung:
Diese Welt besteht nicht aus Schattierungen von grau. Sie besteht aus Farben wie azur und koralle und smaragdgrün und butterblumengelb. Aber sie beharrt darauf, alles in schwarz und weiß zu malen und es in passende Boxen zu packen, um es zu verstehen. Tu dir das nicht an. Male deine Persönlichkeit in einer Million verschiedenen Farben. Lass sie sich ihre Köpfe zerbrechen, unsicher zu sein, wie sie mit der Magie umgehen sollen, die du bist.

Nikita Gill veröffentlicht ihre Gedichte und Prosa auf ihrer Tumblr-Seite. Mich hat der Text berührt, er passt thematisch zu meinen Gedanken über das Etikettieren von Menschen. Wir müssen nicht immer alles genau definieren können. Manchmal reicht es, die vielen Farben zu sehen.

Scheut euch ruhig mal bei Nikita um: http://meanwhilepoetry.tumblr.com/

 

[Literatur] Miranda Kenneally: Herz im Aus

Herz im Aus von Miranda Kenneally

 

 

Inhalt
Jordan Woods ist passionierte Footballspielerin und Quarterback in ihrem Highschool-Team. Ihr bester Freund Henry und die anderen Jungs aus der Mannschaft bilden ihren Freundeskreis und alles in allem ist sie zufrieden. Als Ty neu an ihre Schule kommt und ebenfalls ins Footballteam aufgenommen wird, interessiert sie sich erstmals für einen Jungen. Doch Ty hat einen Sack voller Probleme dabei und dann kommt doch alles anders…

Kritik
Die Inhaltsangabe hat mir bei diesem Buch sehr gut gefallen und da ich im Moment sowieso viel und gern Jugendromane lese, wollte ich auch diese Geschichte gern ausprobieren.
Miranda Kenneally hat ein gutes Händchen dafür, ihre Charaktere auszuformen und sie authentisch zu gestalten. Jordan ist eine sympathische Hauptfigur, die sich Gedanken um ihre Zukunft auf dem College macht und sich voll auf ihren Sport konzentrieren will. Wie es früher oder später aber eben passieren muss, interessiert sie sich plötzlich für einen Jungen.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, doch ich hatte dennoch etwas mehr erwartet. Die erste Hälfte der Geschichte zog sich etwas öde dahin und erst, als dann eine Wendung in der Handlung eintritt, die ich nicht erwartet hatte, wird es endlich gut. Auf diese Wendung gehe ich an dieser Stelle nicht ein, um nicht zu spoilern. Aber es lohnt sich, durchzuhalten.
Das Ende kam mir dann auch etwas abrupt, weshalb es nur 4 Sterne wurden, doch ich würde noch ein weiteres von Kenneallys Büchern lesen.

Der Schreibstil ist absolut jugendfrei gehalten. Zwar erfährt man, dass die Jugendlichen ihre Erfahrungen machen, doch es wird nichts explizit erzählt. Dieser Roman eignet sich gerade deshalb und wegen der simplen, aber für Jugendliche sicher absolut aktuellen, Geschichte sehr gut für Teenies zwischen 14-18 Jahren. Vor allem Mädchen dürften hier ihre Freude haben.
8/10 Punkte

Erschienen im Verlag cbt, Dezember 2014
Originaltitel: Catching Jordan
352 Seiten
Taschenbuch: 7,99 Euro
E-Book: 6,99 Euro
Weitere Infos findet ihr hier: http://www.randomhouse.de/Verlag/cbt-Kinder-und-Jugendbuecher/16000.rhd